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11.05.2026

EBCO-Jahresbericht zur Kriegsdienstverweigerung in Europa 2025

Brüssel, 11. Mai 2026

Vorwort

Der Bericht von EBCO erscheint in einem Kontext, der nicht nur durch die zunehmende Militarisierung auf dem gesamten Kontinent und darüber hinaus geprägt ist, sondern auch durch anhaltende und weit verbreitete Verstöße gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte infolge von Kriegen.

Steigende Verteidigungsausgaben, die Normalisierung der Aufrüstungspolitik und die Verfestigung sicherheitsorientierter politischer Narrative schränken den Spielraum für die Ausübung und den Schutz der Grundrechte, einschließlich des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung, zunehmend ein. Gleichzeitig verstärken anhaltende bewaffnete Konflikte und geopolitische Spannungen den Druck auf Personen, die sich weigern, zu den Waffen zu greifen, und setzen sie Strafverfolgung, Diskriminierung und Unterdrückung aus.

Vor diesem sich wandelnden Hintergrund dokumentiert der Bericht sowohl das Fortbestehen struktureller Mängel als auch eine Verschlechterung der Lage von Kriegsdienstverweigerern, Wehrdienstentziehern und Deserteuren im gesamten Gebiet des Europarates. Die rechtliche Anerkennung ist nach wie vor uneinheitlich und wird in einigen Fällen aktiv untergraben. Praktiken der Kriminalisierung, von behördlichen Schikanen und der sozialen Stigmatisierung nehmen weiter zu, was bestätigt, dass das Recht auf Kriegsdienstverweigerung in der Praxis bei weitem nicht vollständig gewährleistet ist.

Ein besonders besorgniserregender Fall ist die rechtswidrige Festnahme und anhaltende Verfolgung von Yurii Sheliazhenko, dem Exekutivsekretär der Ukrainischen Pazifistischen Bewegung. Dies stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen grundlegende Freiheiten wie die Gedanken-, Gewissens- und Meinungsfreiheit dar. Dieser Fall, der von der internationalen Zivilgesellschaft auf breiter Front verurteilt wurde, verdeutlicht, wie sehr der Raum für abweichende Meinungen in Kriegszeiten immer weiter schrumpft. Gleichzeitig macht er deutlich, wie dringend notwendig es ist, dass die europäischen Institutionen und die Mitgliedstaaten Menschenrechtsstandards konsequent und ausnahmslos wahren.

Die wiederauflebenden Debatten und Bestrebungen in mehreren Ländern, die Wehrpflicht wieder einzuführen, unterstreichen einmal mehr, wie dringend es ist, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung zu schützen und zu fördern. In diesem Zusammenhang kommt dem Engagement von EBCO im Rahmen des Europäischen Jugendforums besondere Bedeutung zu. Durch seine aktive Rolle trägt EBCO dazu bei, das Bewusstsein bei Jugendorganisationen zu schärfen und die Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung in einen breiteren jugendpolitischen Rahmen einzubetten. Die Förderung dieses Rechts bei jüngeren Generationen ist nicht nur eine Frage des rechtlichen Schutzes, sondern auch eine strategische Investition in eine Kultur des Friedens, der Gewaltfreiheit und der demokratischen Teilhabe.

Dieser Bericht spiegelt auch die anhaltende Widerstandsfähigkeit der internationalen Bewegung zur Unterstützung der Kriegsdienstverweigerer wider. Die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, transnationalen Netzwerken und institutionellen Akteuren bleibt unerlässlich, um Schutz zu gewährleisten, einschließlich des Zugangs zu Asyl und Schutzvorkehrungen gegen Verfolgung. Die Aufrechterhaltung und Stärkung dieses Solidaritätsnetzwerks ist besonders wichtig in einem Umfeld, in dem selbst humanitäre und menschenrechtliche Maßnahmen zunehmend politisiert werden.

Abschließend formuliert der Bericht eine Reihe von Empfehlungen, die sich an die Staaten und die europäischen Institutionen richten. Dazu gehören die uneingeschränkte Anerkennung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung unter allen Umständen, die Einrichtung wirklich ziviler Alternativdienste ohne Strafcharakter  sowie die Angleichung der nationalen Rechtsvorschriften an internationale Menschenrechtsstandards. Dabei wird insbesondere auf die im Rahmen des Europarats und von den Menschenrechtsgremien der Vereinten Nationen entwickelten Standards verwiesen, die einen klaren und verbindlichen Handlungsrahmen bieten.

Dieser Bericht dient sowohl der Dokumentation als auch der Interessenvertretung. In einer Zeit, die zunehmend von Kriegsvorbereitungen geprägt ist, bekräftigt er einen grundlegenden Grundsatz: Die Weigerung, sich an Kriegen zu beteiligen, ist nicht nur ein geschütztes Recht, sondern eine notwendige Voraussetzung für den Aufbau eines gerechten und dauerhaften Friedens.

Zum Jahresbericht

Jedes Jahr veröffentlicht EBCO einen Bericht über die Kriegsdienstverweigerung in Europa, der auf Informationen von nationalen Regierungen, Menschenrechtsinstitutionen, Nichtregierungsorganisationen und Solidaritätsnetzwerken basiert. Der Bericht wird dem Europäischen Parlament, der Parlamentarischen Versammlung und dem Menschenrechtskommissar des Europarates sowie den zuständigen staatlichen Behörden vorgelegt – jedes Mal begleitet von einer Reihe zielorientierter Empfehlungen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Daniele Taurino, EBCO-Präsident, ebco@ebco-beoc.org, +39 3283736667
Sam Biesemans, EBCO-Vizepräsident, ebco.brussels@skynet.be, +32 477268893
Informationen zum Bericht: https://www.ebco-beoc.org/reports

Das Europäische Büro für Kriegsdienstverweigerung (EBCO), das 1979 in Brüssel gegründet wurde, setzt sich für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung und Verweigerung militärischer Aktivitäten als grundlegendes Menschenrecht ein. Seit 1998 hat es beim Europarat Teilnehmerstatus (früher Beratungsstatus) und ist seit 2005 Mitglied der Konferenz der internationalen Nichtregierungsorganisationen (INGO). Seit 2021 kann das EBCO Kollektivbeschwerden im Rahmen der Europäischen Sozialcharta einreichen. EBCO ist zudem seit 1995 Vollmitglied des Europäischen Jugendforums.

Pressekontakt Deutschlands:
Yannick Kiesel (DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de; +491578/3452092

Pressemitteilung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Stuttgart, 11. Mai 2026

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Yannick Kiesel (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de
01578/3452092

Kategorie: Allgemein, Anti-Militarisierung, Kriegsdienstverweigerung, Militarisierung der EU Stichworte: EBCO, Kriegsdienstverweigerung

11.05.2026

RHEINMETALL entrüsten! – Aktion zur Mitgliederversammlung in Düsseldorf

Protest gegen Kriegsprofite vor der Hauptversammlung in Düsseldorf

Am 12. Mai 2026 protestieren wir um 5 vor 12 vor der Zentrale von Rheinmetall in Düsseldorf gegen die Hauptversammlung eines Konzerns, der wie kaum ein anderer von Krieg und Aufrüstung profitiert.

Rheinmetall gehört zu den größten Gewinnern des sogenannten Sondervermögens der Bundesregierung. Milliarden an öffentlichen Geldern fließen in die Aufrüstung und treiben Gewinne und Aktienkurse des Unternehmens immer weiter nach oben. Seit Beginn der großflächigen russischen Invasion der Ukraine ist der Aktienkurs von Rheinmetall um mehr als 1.500 Prozent gestiegen. Für uns ist klar: Dieser Anstieg ist kein abstrakter Marktmechanismus, sondern Ausdruck eines Systems, in dem Krieg profitabel ist.

Während weltweit Konflikte eskalieren und Menschen unter Krieg, Zerstörung und Flucht leiden, profitieren Investoren, Aktionärinnen und Aktionäre sowie Finanzakteure von der zunehmenden Militarisierung. Hinter den steigenden Kursen stehen nicht nur große institutionelle Anleger, sondern auch Banken, Versicherungen und Fonds – und damit indirekt viele Menschen, deren Geld dort investiert wird, oft ohne ihr Wissen.

Die Produkte von Rheinmetall tragen weltweit zur Eskalation von Konflikten bei und machen den Konzern mitverantwortlich für Krieg, Leid und Zerstörung in zahlreichen Regionen. Gleichzeitig werden bestehende Exportkontrollen durch Tochterfirmen im Ausland umgangen. Anstatt Verantwortung zu übernehmen und Perspektiven für eine friedliche Produktion zu entwickeln, baut Rheinmetall seine militärische Produktion weiter aus. Die zivile Sparte soll verkauft werden – ein Schritt, der die Abhängigkeit von Kriegsgeschäften weiter vertieft.

Dabei wäre eine Konversion hin zu ziviler Produktion längst möglich und dringend notwendig: für soziale Sicherheit, für eine ökologische Transformation und für eine friedliche Zukunft. Doch solange sich Krieg mehr lohnt als zivile Produktion, wird dieser Umbau blockiert.

Deshalb gehen wir auf die Straße.

Wir fordern:

  • den Stopp aller Rüstungsexporte von Rheinmetall,
  • ein Ende der Profite mit Krieg und Aufrüstung,
  • den Erhalt und Umbau der Produktion hin zu einer rein zivilen Industrie.

Es braucht endlich eine echte Konversion statt weiterer militärischer Expansion.

Kommt zur Protestaktion!

Datum: 12. Mai 2026
Uhrzeit: 11:55 Uhr
Ort: Rheinmetall-Zentrale, Rheinmetall-Platz 1, Düsseldorf
(Ecke Heinrich-Erhardt-Str./Rather Str.)

Gemeinsam setzen wir ein Zeichen gegen Aufrüstung und Kriegsprofite – und für eine Wirtschaft, die dem Leben dient statt seiner Zerstörung..

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Yannick Kiesel (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de
01578/3452092

Kategorie: Abrüstung und Konversion, Allgemein, Anti-Militarisierung, Bundeswehr abschaffen, Kleinwaffen ächten, Militarisierung der EU, Stoppt den Waffenhandel, Waffen & Rüstung Stichworte: Rheinmetall, Rheinmetall entwaffnen

04.05.2026

Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig“: Abgesagte Stationierung von US-Raketen

+++ Pressemitteilung der Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ vom  04.05.2026 +++

 Abgesagte Stationierung von US-Raketen: Kampagne sieht große Chance für Rüstungskontrolle

(Stuttgart/Bonn) Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ begrüßt die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, keine Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren. Nach Einschätzung des Bündnisses bietet sich jetzt die Chance für neue Fortschritte in der Rüstungskontrolle. Die Bundesregierung müsse diese nutzen.

Die Pläne zur Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenwaffen in Deutschland waren vor rund zwei Jahren bekannt geworden und hatten bundesweit Proteste ausgelöst. Mit seiner Ankündigung, einen Teil der US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, hat Trump nun am vergangenen Wochenende auch die Stationierung der Waffen in Deutschland abgesagt.

Bestärkt durch diese Entwicklung ruft die Kampagne für den 30. Mai 2026 gemeinsam mit einem breiten Bündnis zu Protesten unter dem Motto „Keine Mittelstreckenwaffen – nirgends!“ in Wiesbaden und Grafenwöhr auf, um Druck für neue Abrüstungsinitiativen zu machen.

Absage der Stationierung ist eine gute Nachricht
„Die Absage der Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland ist eine gute Nachricht für die Sicherheit in Europa!“, sagt Simon Bödecker, Referent von Ohne Rüstung Leben und Sprecher der Kampagne. „Landgestützte Mittelstreckenwaffen sind darauf ausgelegt, strategische Ziele in sehr kurzer Zeit anzugreifen. Sie wirken destabilisierend, führen zu einem Klima der ständigen Unsicherheit und hätten Deutschland zu einem potenziellen Ziel russischer Präventivschläge gemacht.“

Sehr kritisch bewertet die Kampagne die ersten Reaktionen aus der deutschen Politik. Forderungen nach der Entwicklung oder Beschaffung eigener Mittelstreckenwaffen würden die bestehenden Risiken eher verschärfen als reduzieren.

„In der aktuellen Weltlage ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und kluge, weitsichtige Entscheidungen zu treffen. Der Verzicht der USA auf die Stationierung weitreichender Angriffswaffen in Deutschland bietet dafür jetzt eine große Chance“, erklärt Simon Bödecker. „Reflexartige Rufe nach dem Kauf eigener Marschflugkörper und der Entwicklung europäischer Mittelstreckenwaffen bringen uns aber nicht weiter. Auch die vielbeschworene ‚Fähigkeitslücke‘ ist längst widerlegt!“

Rüstungskontrolle und Abrüstungsinitiativen jetzt nötig!
„Wir fordern die Bundesregierung auf, neue Initiativen für internationale Rüstungskontrolle auf den Weg zu bringen. Der INF-Vertrag hat in den 1980er-Jahren gezeigt, dass das Verbot von Mittelstreckenwaffen einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Eskalationsrisiken leistet und Grundlage eines weiterführenden Dialogs sein kann. Damals war der Vertrag ein wichtiger Schritt zum Ende des Kalten Krieges. Solche Impulse brauchen wir heute wieder!“ fügt Simon Bödecker hinzu.

Protest gegen Mittelstreckenwaffen in Ost und West am 30. Mai
Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig“ mobilisiert daher für den 30. Mai 2026 zu Demonstrationen in Grafenwöhr und Wiesbaden. „Mit den großen Demonstrationen wenden wir uns gegen alle Mittelstreckenwaffen in Ost und West. Und wir protestieren gegen die Pläne zum Kauf und zur Entwicklung europäischer Marschflugkörper. Gerade jetzt ist es wichtig, dass tausende Menschen mit uns Verhandlungen über Rüstungskontrolle fordern,“ erläutert Marvin Mendyka, Mitglied im Kampagnenrat und im Vorbereitungskreis der Demo. „Daher rufen wir bundesweit zur Teilnahme an den beiden großen Demonstrationen am 30. Mai auf. Unsere Botschaft ist klar: Keine Mittelstreckenwaffen – nirgends!“

Über die Kampagne
Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ ist ein Zusammenschluss von mehr als 55 Organisationen aus der Zivilgesellschaft. Die Kampagne protestiert gegen die Rückkehr der Raketen und Marschflugkörper nach Europa, klärt über ihre Risiken und Gefahren auf und fordert ein internationales Abkommen zur Begrenzung landgestützter Mittelstreckenwaffen.

Weitere Informationen zur Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ finden Sie unter: friedensfaehig.de.  

Die DFG-VK ist Teil der Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Marius Pletsch (Kampagnenkoordinator): info@friedensfaehig.de

Kategorie: Allgemein, Anti-Militarisierung, Kriegsdienstverweigerung, Spendenaufruf Stichworte: Kriegsdienst, Kriegsdienstverweigerung

30.04.2026

Militarisierung der Gesellschaft im Fokus – Online-Veranstaltung am 3. Mai!

Am 3. Mai beteiligt sich die DFG-VK gemeinsam mit dem International Peace Bureau am internationalen Aktionstag Global Day of Action on Military Spending (GDAMS) mit einer eigenen Online-Veranstaltung. Wir wollen gemeinsam mit Partnerorganisationen analysieren, wie tief militärische Logiken inzwischen in unseren Alltag hineinwirken – und was dem entgegengesetzt werden kann.

Die Militarisierung zeigt sich längst nicht mehr nur in steigenden Rüstungsausgaben oder außenpolitischen Strategien. Sie prägt zunehmend gesellschaftliche Bereiche wie Gesundheit, Wirtschaft, Umweltpolitik und sogar die politische Sprache. Diese Entwicklung wollen wir sichtbar machen und kritisch hinterfragen.

Inhaltlich setzt die Veranstaltung dabei drei zentrale Schwerpunkte:

Im Bereich Umwelt beleuchtet Michael Müller von den NaturFreunde Deutschlands die ökologischen Folgen von Militär und Aufrüstung. Militärische Aktivitäten gehören weltweit zu den größten Umweltverschmutzern – ein Aspekt, der in politischen Debatten oft ausgeblendet wird.

Zum Thema Gesundheit spricht Luke Jansen von den Studierenden der IPPNW. Er wird aufzeigen, welche gesundheitlichen Auswirkungen Krieg, Aufrüstung und militärische Logiken auf Gesellschaften haben – sowohl direkt als auch indirekt.

Der Bereich Rüstungsexporte wird von Ruth Rode vom Rüstungsinformationsbüro behandelt. Dabei geht es um die globale Verantwortung Deutschlands als Rüstungsexporteur und die politischen und wirtschaftlichen Strukturen, die diese Exporte ermöglichen und stabilisieren.

Gemeinsam mit weiteren angefragten Beiträgen wollen wir nicht nur analysieren, sondern auch ins Gespräch kommen: Welche Gegenstrategien gibt es? Wie können wir Militarisierung im Alltag erkennen und ihr entgegentreten? Und welche Rolle spielt die Friedensbewegung in dieser Entwicklung?

Die Veranstaltung findet am 3. Mai um 17:00 Uhr online via Zoom statt.

👉 Teilnahme unter:
https://us06web.zoom.us/j/83167110023?pwd=deaeswMLro0qj1NYBhzviVarm3B5WF.1

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, sich an der Diskussion zu beteiligen und gemeinsam Perspektiven für eine friedlichere und zivile Gesellschaft zu entwickeln.

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Yannick Kiesel (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de
01578/3452092

Kategorie: Allgemein, Anti-Militarisierung, Kriegsdienstverweigerung, Spendenaufruf Stichworte: Kriegsdienst, Kriegsdienstverweigerung

28.04.2026

Neue KDV-Stelle aufbauen: Jetzt gemeinsam ermöglichen!

Die Nachfrage nach Beratung zur Kriegsdienstverweigerung (KDV) steigt. Immer mehr Menschen setzen sich mit der Frage auseinander, ob sie den Dienst an der Waffe mit ihrem Gewissen vereinbaren können – und suchen nach Unterstützung, Orientierung und rechtlicher Beratung. Für die DFG-VK ist klar: Dieses wachsende Bedürfnis darf nicht ins Leere laufen.

Deshalb starten wir jetzt ein neues Spendenprojekt für den Aufbau einer zusätzlichen Beratungsstelle für Kriegsdienstverweigerung (KDV). Ziel ist es, die bestehenden Strukturen zu stärken und mehr Menschen niedrigschwellig, kompetent und verlässlich begleiten zu können.

JETZT HIER FÜR DIE KDV-STELLE SPENDEN!

Warum eine neue KDV-Stelle notwendig ist

Die politische Entwicklung der letzten Jahre zeigt eine klare Richtung: Aufrüstung, militärische Strategien und Debatten über mögliche Dienstpflichten prägen zunehmend die öffentliche Diskussion. Gleichzeitig steigen die Zahlen derjenigen, die sich bewusst gegen den Militärdienst entscheiden.

Diese Menschen brauchen Beratung – nicht irgendwann, sondern jetzt. Es geht um existenzielle Fragen:
Wie stelle ich einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung?
Welche Fristen muss ich beachten?
Was passiert im Ernstfall einer Einberufung?

Die bisherige Beratungsarbeit der DFG-VK leistet hier seit Jahrzehnten unverzichtbare Unterstützung. Doch die Kapazitäten stoßen an ihre Grenzen.

Was mit den Spenden aufgebaut wird

Mit dem Spendenprojekt soll eine neue, dauerhaft arbeitsfähige KDV-Stelle geschaffen werden. Konkret bedeutet das:

  • eine verlässliche Struktur für KDV-Beratung schaffen
  • Ehrenamtliche entlasten und vernetzen
  • mehr Menschen über ihr Recht auf Kriegsdienstverweigerung informieren
  • auf steigende Beratungsbedarfe vorbereitet sein
  • Widerstand gegen Militarisierung praktisch unterstützen

Die neue Stelle soll bundesweit wirken und insbesondere auch dort unterstützen, wo es bisher kaum Beratungsangebote gibt.

Mit Clara Meier haben wir bereits eine engagierte Person gefunden, die Erfahrung in der KDV-Beratung und in der politischen Arbeit mitbringt. Gemeinsam entwickeln wir bereits konkrete Konzepte – jetzt fehlt noch die finanzielle Grundlage, um diese wichtige Arbeit dauerhaft zu ermöglichen.

Kriegsdienstverweigerung braucht starke Strukturen

Kriegsdienstverweigerung ist ein Grundrecht – aber eines, das aktiv geschützt und praktisch zugänglich gemacht werden muss. Ohne Beratung bleiben viele Menschen allein mit ihren Fragen, Unsicherheiten und Ängsten.

Gerade in einer Zeit, in der militärische Logiken wieder an Bedeutung gewinnen, ist es umso wichtiger, Alternativen sichtbar zu machen und zu stärken. Die KDV-Beratung ist dabei ein zentraler Baustein: Sie ermöglicht individuelle Entscheidungen gegen den Kriegsdienst – und setzt gleichzeitig ein gesellschaftliches Zeichen für Frieden und Selbstbestimmung.

Jetzt unterstützen!

Der Aufbau dieser neuen KDV-Stelle ist nur mit breiter Unterstützung möglich. Jede Spende hilft, die Beratung auszubauen und langfristig abzusichern.

Hier kannst du das Projekt unterstützen:
https://www.startnext.com/kriegsdienstverweigerung

oder spende direkt hier:

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass das Recht auf Kriegsdienstverweigerung nicht nur auf dem Papier besteht – sondern für alle zugänglich bleibt.

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Yannick Kiesel (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de
01578/3452092

Kategorie: Allgemein, Anti-Militarisierung, Kriegsdienstverweigerung, Spendenaufruf Stichworte: Kriegsdienst, Kriegsdienstverweigerung

27.04.2026

BUNDESKONGRESS 2026: Anmeldung jetzt möglich!

Unter buko2026.dfg-vk.de können sich Mitglieder, Aktive und Interessierte jetzt ihren Platz sichern. Der Bundeskongress ist das wichtigste Treffen der DFG-VK und bietet Raum für Austausch, politische Debatten, Workshops und gemeinsame Strategien für eine starke Friedensarbeit. In diesem Jahr findet der Bundeskongress der DFG-VK in der Jugendherberge International in Stuttgart statt.

Gerade in Zeiten zunehmender Aufrüstung und gesellschaftlicher Militarisierung ist es wichtiger denn je, zusammenzukommen, Positionen zu schärfen und Perspektiven für eine friedliche Zukunft zu entwickeln. Der Bundeskongress 2026 wird dafür den zentralen Rahmen bieten.

Neben inhaltlichen Diskussionen erwartet die Teilnehmenden ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Arbeitsgruppen und Möglichkeiten zur Vernetzung. Auch formale Entscheidungen der Organisation werden hier gemeinsam getroffen.

Wir laden alle Mitglieder sowie interessierte Menschen herzlich ein, dabei zu sein und den Bundeskongress aktiv mitzugestalten.

Jetzt anmelden und Teil einer lebendigen Friedensbewegung werden!

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Yannick Kiesel (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de
01578/3452092

Kategorie: Allgemein, Theorie & Praxis Stichworte: Bundeskongress

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