Kein Tag der Bundeswehr 2026: Gegen Militarisierung und Kriegspropaganda
Am 6. Juni 2026 will sich die Bundeswehr an 10 Standorten – Eckernförde, Laage, Nordholz, Munster, Höxter, Unna, Weißenfels, Kastellaun, Weiden und München – feiern. Wir rufen für den Tag zum Protest gegen die deutsche Militärpolitik auf!
An diesen Standorten in ganz Deutschland sollen Kasernen geöffnet, Militärtechnik präsentiert und Soldat*innen als attraktive Arbeitgeber*innen inszeniert werden. Die Kampagne Kein Tag der Bundeswehr ruft deshalb bundesweit zu Protesten, kreativen Aktionen und Gegenveranstaltungen auf.
Der „Tag der Bundeswehr“ ist keine harmlose Familienveranstaltung. Er dient dazu, Militär und Krieg als normalen Bestandteil der Gesellschaft darzustellen und insbesondere junge Menschen für den Dienst an der Waffe zu gewinnen. Zwischen Hüpfburgen, Musikprogramm und Vorführungen von Panzern und Kampfjets wird versucht, die Realität militärischer Gewalt auszublenden. Krieg erscheint dort als Abenteuer, Technikshow oder Karrierechance – das Leid, die Zerstörung und der Tod werden einfach ausgeblendet.
Gerade in Zeiten zunehmender Aufrüstung und gesellschaftlicher Militarisierung ist diese Form der Öffentlichkeitsarbeit besonders problematisch. Während Milliarden in Waffen und Militär investiert werden (100 Mrd. € in 2027 bis 180 Mrd. € in 2030), fehlen Mittel für Bildung, Soziales, Gesundheit und Klimaschutz. Die Bundeswehr versucht gleichzeitig immer stärker, in Schulen, Universitäten und den öffentlichen Raum vorzudringen. Der „Tag der Bundeswehr“ ist dabei eines der zentralen Rekrutierungs- und Propagandaevents.
Die Kampagne „Kein Tag der Bundeswehr“ setzt dem eine klare friedenspolitische Perspektive entgegen. Sie fordert Abrüstung statt Aufrüstung, zivile Konfliktbearbeitung statt militärischer Eskalation und eine Gesellschaft, die Sicherheit nicht militärisch denkt. Bundesweit organisieren Friedensgruppen, antimilitaristische Initiativen und lokale Bündnisse Protestaktionen gegen die Militärschau.
Alle Termine findet ihr bei unseren Freund*innen vom Netzwerk Friedenskooperative!
Die DFG-VK ruft dazu auf, sich an der Kampagne zu beteiligen, lokale Aktionen zu organisieren oder bestehende Proteste zu unterstützen.
Meldet uns eure Aktionen vor Ort an office@dfg-vk.de
Weitere Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten:
www.kein-tag-der-bundeswehr.de

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:
Yannick Kiesel (kom. pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de
01578/3452092

Die wiederauflebenden Debatten und Bestrebungen in mehreren Ländern, die Wehrpflicht wieder einzuführen, unterstreichen einmal mehr, wie dringend es ist, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung zu schützen und zu fördern. In diesem Zusammenhang kommt dem Engagement von EBCO im Rahmen des Europäischen Jugendforums besondere Bedeutung zu. Durch seine aktive Rolle trägt EBCO dazu bei, das Bewusstsein bei Jugendorganisationen zu schärfen und die Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung in einen breiteren jugendpolitischen Rahmen einzubetten. Die Förderung dieses Rechts bei jüngeren Generationen ist nicht nur eine Frage des rechtlichen Schutzes, sondern auch eine strategische Investition in eine Kultur des Friedens, der Gewaltfreiheit und der demokratischen Teilhabe.



