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Bundeswehr abschaffen

22.05.2026

KEIN TAG DER BUNDESWEHR, 6. JUNI 2026

Kein Tag der Bundeswehr 2026: Gegen Militarisierung und Kriegspropaganda

Am 6. Juni 2026 will sich die Bundeswehr an 10 Standorten – Eckernförde, Laage, Nordholz, Munster, Höxter, Unna, Weißenfels, Kastellaun, Weiden und München – feiern. Wir rufen für den Tag zum Protest gegen die deutsche Militärpolitik auf!

An diesen Standorten in ganz Deutschland sollen Kasernen geöffnet, Militärtechnik präsentiert und Soldat*innen als attraktive Arbeitgeber*innen inszeniert werden. Die Kampagne Kein Tag der Bundeswehr ruft deshalb bundesweit zu Protesten, kreativen Aktionen und Gegenveranstaltungen auf.

Der „Tag der Bundeswehr“ ist keine harmlose Familienveranstaltung. Er dient dazu, Militär und Krieg als normalen Bestandteil der Gesellschaft darzustellen und insbesondere junge Menschen für den Dienst an der Waffe zu gewinnen. Zwischen Hüpfburgen, Musikprogramm und Vorführungen von Panzern und Kampfjets wird versucht, die Realität militärischer Gewalt auszublenden. Krieg erscheint dort als Abenteuer, Technikshow oder Karrierechance – das Leid, die Zerstörung und der Tod werden einfach ausgeblendet.

Gerade in Zeiten zunehmender Aufrüstung und gesellschaftlicher Militarisierung ist diese Form der Öffentlichkeitsarbeit besonders problematisch. Während Milliarden in Waffen und Militär investiert werden (100 Mrd. € in 2027 bis 180 Mrd. € in 2030), fehlen Mittel für Bildung, Soziales, Gesundheit und Klimaschutz. Die Bundeswehr versucht gleichzeitig immer stärker, in Schulen, Universitäten und den öffentlichen Raum vorzudringen. Der „Tag der Bundeswehr“ ist dabei eines der zentralen Rekrutierungs- und Propagandaevents.

Die Kampagne „Kein Tag der Bundeswehr“ setzt dem eine klare friedenspolitische Perspektive entgegen. Sie fordert Abrüstung statt Aufrüstung, zivile Konfliktbearbeitung statt militärischer Eskalation und eine Gesellschaft, die Sicherheit nicht militärisch denkt. Bundesweit organisieren Friedensgruppen, antimilitaristische Initiativen und lokale Bündnisse Protestaktionen gegen die Militärschau.

Alle Termine findet ihr bei unseren Freund*innen vom Netzwerk Friedenskooperative!

Die DFG-VK ruft dazu auf, sich an der Kampagne zu beteiligen, lokale Aktionen zu organisieren oder bestehende Proteste zu unterstützen.

Meldet uns eure Aktionen vor Ort an office@dfg-vk.de

Weitere Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten:
www.kein-tag-der-bundeswehr.de

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Yannick Kiesel (kom. pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de
01578/3452092

Kategorie: Allgemein, Anti-Militarisierung, Bundeswehr abschaffen, Bundeswehr in Innern, Kriegsdienstverweigerung, Militaristische Traditionspflege, Militärstützpunkte, Rekrutierung der Bundeswehr, Umrüstung der Bundeswehr Stichworte: Bundeswehr, Tag der Bundeswehr

11.05.2026

RHEINMETALL entrüsten! – Aktion zur Mitgliederversammlung in Düsseldorf

Protest gegen Kriegsprofite vor der Hauptversammlung in Düsseldorf

Am 12. Mai 2026 protestieren wir um 5 vor 12 vor der Zentrale von Rheinmetall in Düsseldorf gegen die Hauptversammlung eines Konzerns, der wie kaum ein anderer von Krieg und Aufrüstung profitiert.

Rheinmetall gehört zu den größten Gewinnern des sogenannten Sondervermögens der Bundesregierung. Milliarden an öffentlichen Geldern fließen in die Aufrüstung und treiben Gewinne und Aktienkurse des Unternehmens immer weiter nach oben. Seit Beginn der großflächigen russischen Invasion der Ukraine ist der Aktienkurs von Rheinmetall um mehr als 1.500 Prozent gestiegen. Für uns ist klar: Dieser Anstieg ist kein abstrakter Marktmechanismus, sondern Ausdruck eines Systems, in dem Krieg profitabel ist.

Während weltweit Konflikte eskalieren und Menschen unter Krieg, Zerstörung und Flucht leiden, profitieren Investoren, Aktionärinnen und Aktionäre sowie Finanzakteure von der zunehmenden Militarisierung. Hinter den steigenden Kursen stehen nicht nur große institutionelle Anleger, sondern auch Banken, Versicherungen und Fonds – und damit indirekt viele Menschen, deren Geld dort investiert wird, oft ohne ihr Wissen.

Die Produkte von Rheinmetall tragen weltweit zur Eskalation von Konflikten bei und machen den Konzern mitverantwortlich für Krieg, Leid und Zerstörung in zahlreichen Regionen. Gleichzeitig werden bestehende Exportkontrollen durch Tochterfirmen im Ausland umgangen. Anstatt Verantwortung zu übernehmen und Perspektiven für eine friedliche Produktion zu entwickeln, baut Rheinmetall seine militärische Produktion weiter aus. Die zivile Sparte soll verkauft werden – ein Schritt, der die Abhängigkeit von Kriegsgeschäften weiter vertieft.

Dabei wäre eine Konversion hin zu ziviler Produktion längst möglich und dringend notwendig: für soziale Sicherheit, für eine ökologische Transformation und für eine friedliche Zukunft. Doch solange sich Krieg mehr lohnt als zivile Produktion, wird dieser Umbau blockiert.

Deshalb gehen wir auf die Straße.

Wir fordern:

  • den Stopp aller Rüstungsexporte von Rheinmetall,
  • ein Ende der Profite mit Krieg und Aufrüstung,
  • den Erhalt und Umbau der Produktion hin zu einer rein zivilen Industrie.

Es braucht endlich eine echte Konversion statt weiterer militärischer Expansion.

Kommt zur Protestaktion!

Datum: 12. Mai 2026
Uhrzeit: 11:55 Uhr
Ort: Rheinmetall-Zentrale, Rheinmetall-Platz 1, Düsseldorf
(Ecke Heinrich-Erhardt-Str./Rather Str.)

Gemeinsam setzen wir ein Zeichen gegen Aufrüstung und Kriegsprofite – und für eine Wirtschaft, die dem Leben dient statt seiner Zerstörung..

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Yannick Kiesel (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de
01578/3452092

Kategorie: Abrüstung und Konversion, Allgemein, Anti-Militarisierung, Bundeswehr abschaffen, Kleinwaffen ächten, Militarisierung der EU, Stoppt den Waffenhandel, Waffen & Rüstung Stichworte: Rheinmetall, Rheinmetall entwaffnen

24.04.2026

KDV-Tage 2026: Gemeinsam sichtbar werden – Aktionen jetzt melden!

Die Kriegsdienstverweigerung ist ein Grundrecht – und in Zeiten zunehmender Militarisierung wichtiger denn je. Mit den diesjährigen KDV-Tagen vom 8. 17. Mai 2026 setzt die DFG-VK ein klares Zeichen: für Frieden, für Selbstbestimmung und gegen den Zwang, Teil militärischer Logik zu werden.

Auf der zentralen Website zu den KDV-Tagen bündeln wir Informationen und Aktionen rund um das Thema Kriegsdienstverweigerung. Doch die KDV-Tage leben vor allem von euch, von euren Ideen, eurem Engagement und eurer Präsenz auf der Straße, in Schulen und in euren Städten.

Ob Schulstreik oder Kundgebung, ob groß oder klein: Jede Aktion zählt

Egal ob ihr

  • eine Infoveranstaltung organisiert,
  • eine Beratungsaktion zur Kriegsdienstverweigerung anbietet,
  • einen Infostand plant,
  • einen Schulstreik begleitet,
  • eine Demonstration durchführt
    oder kreative Protestformen entwickelt –

jede einzelne Aktion macht den Widerstand sichtbar und stärkt das gemeinsame Signal gegen Militarisierung.

Jetzt Termine melden und Teil der bundesweiten Übersicht werden!

Damit wir zeigen können, wie breit und vielfältig der Protest ist, sammeln wir alle Aktionen auf einer gemeinsamen Übersicht. So wird deutlich: Der Einsatz für Kriegsdienstverweigerung ist kein Einzelanliegen, sondern eine starke, bundesweite Bewegung.

👉 Deshalb unser Aufruf:
Meldet eure Aktionen und Termine an office@dfg-vk.de

Je mehr Aktivitäten wir sichtbar machen, desto stärker wird unsere gemeinsame Stimme.

Warum das gerade jetzt wichtig ist

Während politische Debatten immer stärker von Aufrüstung, „Wehrhaftigkeit“ und militärischer Logik geprägt sind, gerät das Recht auf Verweigerung oft in den Hintergrund. Die KDV-Tage setzen dem etwas entgegen: Sie erinnern daran, dass es Alternativen gibt und dass niemand gezwungen werden darf, gegen das eigene Gewissen zu handeln.

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen.
Für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung.
Für Frieden.
Und für eine Gesellschaft, die Konflikte nicht mit Waffen löst.

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Yannick Kiesel (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de
01578/3452092

Kategorie: Anti-Militarisierung, Bundeswehr abschaffen, Kriegsdienstverweigerung, Kriminalisierung von Kriegsgegner*innen, Pazifismus und Antimilitarismus, Rekrutierung der Bundeswehr Stichworte: KDV, Kriegsdienste verweigern - Pazifismus aktuell, Object War

23.04.2026

DFG-VK kritisiert zunehmende Bundeswehr-Präsenz an Schulen

Politische Bildung darf nicht militarisiert werden

Berlin, 22. April 2026 – Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) zeigt sich alarmiert über die Berichte, wonach die Bundeswehr in diesem Jahr bereits mehr als 2.000 Schulbesuche durchgeführt hat. Diese Entwicklung steht für eine zunehmende Normalisierung militärischer Einflussnahme im Bildungsbereich und ist aus friedenspolitischer Sicht höchst problematisch.

Schulen sind Orte des Lernens, der kritischen Reflexion und der demokratischen Bildung. Sie dürfen nicht zu Räumen werden, in denen militärische Logiken als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Wirklichkeit vermittelt werden. Bildung gehört in die Hände pädagogischer Fachkräfte – Bundeswehroffiziere sind keine Lehrer*innen. Wenn Jugendoffiziere und andere Vertreter*innen der Bundeswehr verstärkt in Klassenzimmern präsent sind, geschieht dies nicht in einem neutralen politischen Vakuum. Es transportiert Perspektiven, Interessen und sicherheitspolitische Deutungen, die häufig einseitig bleiben.

Die DFG-VK warnt seit Jahren vor einer schleichenden Militarisierung des Bildungswesens. Gerade in einer Zeit, in der über Wehrpflicht, Aufrüstung und „Kriegstüchtigkeit“ diskutiert wird, ist die massive Ausweitung von Bundeswehrbesuchen an Schulen ein politisches Signal. Junge Menschen werden so frühzeitig mit militärischem Denken konfrontiert, während zivile Konfliktbearbeitung, Friedenslogik und antimilitaristische Perspektiven strukturell unterrepräsentiert bleiben.

„Wenn die Bundeswehr tausendfach Klassenzimmer erreicht, während Friedensorganisationen nur wenig und ohne vergleichbare institutionelle Unterstützung Zugang erhalten, dann ist das kein Ausdruck ausgewogener politischer Bildung, sondern ein Ungleichgewicht mit Folgen“, erklärt Yannick Kiesel, politischer Geschäftsführer der DFG-VK.

Die DFG-VK erinnert daran, dass der Beutelsbacher Konsens Überwältigung, Indoktrination und einseitige Einflussnahme in der politischen Bildung ausschließt. Diese Maßstäbe müssen auch für sicherheitspolitische Themen gelten. Gerade weil junge Menschen mit Kriegsängsten, globalen Krisen und gesellschaftlichen Verunsicherungen konfrontiert sind, brauchen sie Räume für kontroverse Debatten, nicht militärische Normalisierung.

Besonders kritisch sieht die DFG-VK, dass Bundeswehrbesuche häufig von einer Institution durchgeführt werden, die zugleich einen klaren Rekrutierungsauftrag verfolgt. Auch wenn Jugendoffiziere formell keine Karriereberater sind, lässt sich diese strukturelle Nähe nicht ausblenden. Wo Bundeswehr an Schulen als selbstverständlicher Akteur auftritt, wird Akzeptanz für das Militär geschaffen.

Die DFG-VK fordert deshalb:

  • keine weitere Ausweitung und die Beendigung von Bundeswehrbesuchen an Schulen
  • keine Kooperationsabkommen zwischen Bildungsministerien und Bundeswehr
  • gleichberechtigten Zugang für Friedensorganisationen und zivile Konfliktbearbeitung in Schulen
  • Stärkung von Friedensbildung als verbindlichem Bestandteil schulischer Bildung


Statt Jugend auf Krieg vorzubereiten, braucht es Bildung für Frieden. Schulen sollten Orte sein, an denen über Gewaltprävention, internationale Verständigung, Kriegsdienstverweigerung und zivile Alternativen gesprochen wird.

Die ehrenamtlichen Mitglieder der DFG-VK steht für Gespräche, Workshops und friedenspolitische Bildungsangebote an Schulen bereit.

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Yannick Kiesel (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de
01578/3452092

Kategorie: Anti-Militarisierung, Bundeswehr abschaffen, Rekrutierung der Bundeswehr, Schulfrei für die Bundeswehr, Zivile Konfliktlösung Stichworte: bundeswehrfreie Schule, Schulbesuche, Schule ohne Militär

21.04.2026

„Future Combat Air System“ beerdigen!

Am Mittwoch, den 22. April 2026, protestiert die DFG-VK gemeinsam mit der Kampagne ESC FCAS: Cyberkampfjets stoppen! vor dem Bundestag gegen das Rüstungsprojekt Future Combat Air System (FCAS). Anlass ist die Sitzung des Verteidigungsausschusses, bei der über die Zukunft des milliardenschweren Vorhabens beraten wird. Angesichts der aktuellen Krise des Projekts greift die Aktion die wachsenden Konflikte rund um FCAS mit einem bildstarken Protest auf.

Im Zentrum steht ein etwa zwei Meter großes Modell eines FCAS-Jets, das von als Friedrich Merz und Emmanuel Macron verkleideten Aktivist*innen symbolisch mit Geld überschüttet und zugleich künstlich gestützt wird, obwohl das Projekt politisch und industriell auseinanderzubrechen droht. Direkt davor verkörpern zwei weitere Aktivist*innen mit Boxhandschuhen den eskalierten Machtkampf zwischen den Rüstungskonzernen Airbus Defence and Space und Dassault Aviation, deren Streit um Einfluss, Profite und Kontrolle das Projekt zunehmend blockiert. Im Hintergrund setzen Friedensaktivist*innen mit Transparenten ein Zeichen gegen weitere Milliarden für Aufrüstung.

Für die DFG-VK bestätigt die aktuelle Entwicklung eine Kritik, die sie gemeinsam mit den Partnerorganisationen der Kampagne ESC FCAS bereits seit Jahren formuliert. Schon 2024 hatte die DFG-VK öffentlich vor FCAS als friedenspolitischem Irrweg, Rüstungstreiber und industriepolitischem Prestigeprojekt gewarnt. Dass das Projekt nun ausgerechnet an den Interessenkonflikten der beteiligten Rüstungsindustrie zu scheitern droht, bestätigt diese Einschätzung in aller Deutlichkeit.

Statt einem kriselnden Projekt immer neue öffentliche Gelder hinterherzuwerfen, fordert die DFG-VK ein Ende von FCAS und eine politische Abkehr von milliardenschweren Aufrüstungsprogrammen. Während für soziale Sicherheit, Bildung und zivile Konfliktbearbeitung Mittel fehlen, sollen weiterhin enorme Summen in ein Kampfflugzeugprojekt fließen, dessen politische, militärische und industrielle Grundlagen zunehmend zerbrechen. Die Protestaktion vor dem Bundestag macht deutlich: FCAS ist nicht die Zukunft von Sicherheit, sondern ein Symbol für eine gescheiterte Aufrüstungspolitik.

Die Aktion wird getragen von der Kampagne ESC FCAS: Cyberkampfjets stoppen!, an der neben der Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen unter anderem die IPPNW, das Netzwerk Friedenskooperative und die Informationsstelle Militarisierung beteiligt sind.

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Yannick Kiesel (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de

Kategorie: Abrüstung und Konversion, Anti-Militarisierung, Bundeswehr abschaffen, Kriege & Konflikte, Militarisierung der EU, Stoppt den Waffenhandel, Waffen & Rüstung, Zivile Konfliktlösung Stichworte: FCAS, Future Combat Air System

13.04.2026

Erfolgreicher 2. Verweigert-Kongress in Kassel

Über 100 Teilnehmende beraten Strategien der Kriegsdienstverweigerung

Kassel, 13. April 2026 – Am 11. und 12. April fand in Kassel der 2. Verweigert-Kongress statt. Mehr als 100 Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet kamen zusammen, um zentrale Fragen rund um Kriegsdienstverweigerung, Militarisierung und Aufrüstung zu diskutieren und gemeinsam Perspektiven für einen breiten gesellschaftlichen Widerstand zu entwickeln.

Die Veranstaltung bot Raum für intensiven Austausch, Vernetzung und strategische Planung. In zahlreichen Workshops und Plenen wurden rechtliche, politische und praktische Aspekte der Kriegsdienstverweigerung beleuchtet. Dabei ging es nicht nur um individuelle Verweigerung, sondern auch um kollektive Ansätze, um der zunehmenden Militarisierung in Deutschland und Europa entgegenzutreten.

Ein zentrales Ergebnis des Kongresses ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Initiativen und Bewegungen. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass es notwendig ist, den Widerstand gegen Krieg und Aufrüstung sichtbarer und breiter zu organisieren.

Im Rahmen des Kongresses wurde zudem ein Solidaritätsfonds ins Leben gerufen, der junge Menschen unterstützt, die im Rahmen des neuen Wehrdienstgesetzes Post von der Bundeswehr bekommen haben. Der Fonds soll praktische Hilfe leisten und gleichzeitig ein starkes Signal der Solidarität senden.

„Die große Beteiligung und die intensive Zusammenarbeit zeigen, dass das Thema Kriegsdienstverweigerung aktuell bleibt und uns alle angeht“, erklärte Yannick Kiesel, politischer Geschäftsführer der DFG-VK. „Gemeinsam entwickeln wir Strategien, um Widerstand zu organisieren und Menschen zu ermutigen, sich aktiv gegen Krieg und Militarisierung zu stellen.“

Die Organisator*innen ziehen ein durchweg positives Fazit: Der 2. Verweigert-Kongress war ein wichtiger Schritt hin zu einer stärkeren Vernetzung der antimilitaristischen Bewegung und hat konkrete Impulse für zukünftige Aktionen gesetzt.

Weitere Informationen zum Solidaritätsfonds finden sich unter www.soli-fonds.verweigern.info

Pressekontakt:
Yannick Kiesel (DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de; +491578/3452092

Pressemitteilung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Stuttgart, 13. April 2026

Kategorie: Allgemein, Anti-Militarisierung, Bundeswehr abschaffen, Bundeswehr in Innern, Kriege & Konflikte, Kriegsdienstverweigerung, Militarisierung der EU, Pazifismus und Antimilitarismus, Pressemitteilung, Rekrutierung der Bundeswehr, Schulfrei für die Bundeswehr

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