Redebeitrag von Jürgen Grässlin bei der Demonstration und Kundgebung gegen die 54. „Münchner Unsicherheitskonferenz von Warlords und Waffenhändlern, Kriegstreibern und Kriegsprofiteuren“ am 17. Februar 2018 auf dem Marienplatz.

Redebeitrag von Jürgen Grässlin bei der Demonstration und Kundgebung gegen die 54. „Münchner Unsicherheitskonferenz von Warlords und Waffenhändlern, Kriegstreibern und Kriegsprofiteuren“ am 17. Februar 2018 auf dem Marienplatz.

Friedensaktivisten versammeln sich an Karfreitag ab 11 Uhr 30 für eine kurze Kundgebung vor dem Haupttor der Patch Barracks, Katzenbachstraße/Hauptstraße Stuttgart-Vaihingen. Zum Auftakt der Ostermärsche knüpfen sie dabei an die lange Tradition der Aktionen gegen die Atomrüstung an, die 1958 in Großbritannien begannen. „Wir erwarten, dass sich alle Staaten in die Verhandlungen für ein Atomwaffenverbot einklinken, die ab 15. Juni in New York fortgesetzt werden“ appelliert Roland Blach, Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Baden-Württemberg. „Wir haben eine historische Chance und eine Verpflichtung gegenüber kommenden Generation, endlich die Logik der atomaren Abschreckung zu überwinden und in eine Kultur des Friedens zu verwandeln“ ist Blach überzeugt. Seit Januar steht die sogenannte Doomsday clock auf zweieinhalb Minuten vor Zwölf. Ein Alarmzeichen, das angesichts der weltpolitischen Lage zum Handeln zwingt.
[Weiterlesen…] Infos zum Plugin Karfreitagsaktion mit Tortenübergabe vor den Patch Barracks

Über 3.000 deutsche Soldatinnen und Soldaten befinden sich aktuell in Auslandseinsätzen vom Kosovo bis Somalia, von Afghanistan bis Mali. In diesem Jahr soll der Wehretat auf 34,3 Milliarden Euro steigen – und das Verteidigungsministerium verlangt in Zukunft noch mehr Geld für noch mehr Einsätze im Ausland. Regierende Politikerinnen und Politiker haben mittlerweile alle Hemmungen verloren, politische und ökonomische Ziele mit Waffengewalt in anderen Ländern durchzusetzen. Selbst ein fehlendes Mandat der „Vereinten Nationen“, wie im Falle des Syrien-Einsatzes, hält die Regierenden nicht mehr auf. Militärische Interventionen sind wieder zu einem normalen Mittel der deutschen Politik geworden. Dies ist nicht nur eine Bedrohung für den Weltfrieden, sondern manifestiert die globale soziale Ungleichheit.
[Weiterlesen…] Infos zum Plugin CALL FOR ACTION: Kein(en) Tag der Bundeswehr
Der Fliegerhorst Jagel ist sowohl Standort für Kampfflugzeuge, als auch für Drohnen. Von Jagel geht Krieg aus, erklärt ein Aktiver der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen. 4 RECCE Tornados aus Jagel seien am Syrienkrieg beteiligt. In Afghanistan steuern Piloten aus Jagel Drohnen vom Typ Heron 1. SoldatInnen aus Jagel befänden sich aktuell im Krieg. Es seien nicht nur die Piloten, die sich im Krieg befinden, es gehört viel Bodenpersonal dazu, SpezialistInnen für die Bildauswertung zum Beispiel. Es sind zurzeit nur wenige der 1800 auf dem Fliegerhorst arbeitenden Menschen tatsächlich in den Kriegseinsätzen vor Ort in der Türkei und Afghanistan.
[Weiterlesen…] Infos zum Plugin Krieg beginnt hier, in Jagel – Widerstand auch!
Schon im Jahr 2010 wurde bei einer öffentlichen Veranstaltung in Ohlsdorf, wo die Willi-Bredel-Gesellschaft an 68 namentlich bekannte Opfer der NS-Militärjustiz erinnert hatte, die Frage gestellt, wo denn in Hamburg ein Gedenkort für die hingerichteten Deserteure entstehen sollte. Hier kam erstmals der Vorschlag auf, solch einen Gedenkort beim Kriegsklotz am Dammtor zu errichten. Es sollte noch einige Zeit dauern, aber nun ist es endlich so weit.

Liebe Bundeswehr,
wobei, da fangen die Probleme mit Dir ja schon an. Denn lieb bist Du nicht – und warst es nie! Zwar hockten Deine Soldaten und Generäle 35 Jahre lang überwiegend in ihren Kasernen und beschränkten das Erlernen des mörderischen Handwerks auf diesen Bereich (verschlangen aber auch dort unglaublich viel Geld), doch in den letzten Jahrzehnten bist Du dann doch noch aktiver geworden.
[Weiterlesen…] Infos zum Plugin Wünsche – Die Bundeswehr feiert ihren Geburtstag