In München finden zur Zeit die Special Olympics statt. Die Bundeswehr war deshalb mit ihrer Big Band vor Ort – genau wie Antimilitaristen, um gegen den Auftritt zu demonstrieren.
»Als ich auf den Odeonsplatz ging, wurde ich sofort von der Polizei kontrolliert. Mir wurden Flugblätter abgenommen, und weil man bei mir eine Trillerpfeife fand, bekam ich einen Platzverweis«, schildert Kerem Schamberger die Geschehnisse am Dienstagabend im Zentrum von München. Dort hatte die Big Band der Bundeswehr zum öffentlichen Konzert geladen, um Geld für die Special Olympics zu sammeln, ein am 20. Mai begonnenes Sportturnier für Menschen mit geistiger Behinderung. Rund 40 Militärkritiker hatten sich dagegen versammelt.
Bundeswehr abschaffen
Erfassung rechtsextremer Umtriebe in der Bundeswehr
http://www.bundeswehr-monitoring.de/innenansichten/erfassung-rechtsextremer-umtriebe-in-der-bundeswehr-12500.html
www.bundeswehr-monitoring.de
– Der Militärischer Abschirmdienst (MAD) hat in den Jahren 2010 und 2011 in insgesamt 963 rechtsextremistischen Verdachtsfällen Ermittlungen aufgenommen. 69 Angehörige der Bundeswehr sind durch den MAD als Rechtsextremisten bewertet worden. Diese Angaben hat die Bundesregierung Anfang Februar 2012 auf eine parlamentarische Anfrage gemacht.
Ludwig Baumann: „Ich wollte kein Soldat sein, wollte keine Menschen töten, keine Verbrechen begehen. Ich wollte ganz einfach leben.“
Nach der Logik Hitlers und des deutschen Militärs hätte Ludwig Baumann seit 1942 tot sein müssen – so wie Zehntausende anderer Wehrmachtsoldaten, die das Unrecht des Krieges nicht mehr länger mitmachen wollten, desertiert sind und dafür ermordet wurden.
Das Grauen des Krieges hat er überlebt. Und traf in den Jahrzehnten danach auf einen deutschen Staat, der zwar als Antwort auf die Nazi-Diktatur gegründet wurde, aber teilweise an den Nazi-Vorstellungen festhielt. Erst vor zwei Jahren wurden endlich die letzten Urteile der verbrecherischen NS-Militärjustiz aufgehoben.
Ludwig Baumann ist ein lebensbejahender Mensch, der sich dem Unrecht verweigert und für das Recht auf Leben und die Würde des Menschen kämpft. Kein Held. Aber Vorbild.
Am 13. Dezember wird er 90 Jahre alt.
Intolerant gegenüber der Bundeswehr
IMI-Standpunkt 2011/053
http://www.imi-online.de/print.php?id=2362
(im Drucklayout bei IMI)
Die Bundeswehr ist kein Gesprächspartner, auch nicht in der Schule
Die Militarisierung der Schulen durch die Charmeoffensive der Bundeswehr an der Heimatfront dauert nun schon einige Jahre. Sie führte nicht nur zu einer quantitativ stärkeren Präsenz von Jugendoffizieren und Wehrdienstberatern in den Klassen, einer höheren Anzahl von Besuchen bei der Truppe und einer größeren Akzeptanz der zivilmilitärischen Kooperation zwischen Bundeswehr und Bildungseinrichtungen unter den Lehrern und Schulleitern[1], sondern auch zu 8½ Kooperationsabkommen[2].
Deutschlandfunk: Bundeswehr unerwünscht
Eine Berliner Schule wendet sich gegen Rekrutierungsaktionen
Von Claudia van Laak
Die Wehrpflicht ist ausgesetzt – das stellt die Bundeswehr vor Probleme, denn sie muss jetzt um Freiwillige werben. Das tut sie auf Jobmessen, in den Kasernen, aber auch an Schulen. Nicht alle Lehrer, Eltern und Schüler sind damit einverstanden – das zeigt ein Beispiel aus Berlin.
Da sollte doch was zu machen sein!? – Antimilitaristische Initiative veröffentlicht Bundeswehr-Werbetermine
Die Initiative „kehrt marsch“ hat Termine von Bundeswehr-Werbeauftritten im Internet veröffentlicht und ruft antimiltaristische und friedensbewegte Aktive zu Protestaktionen auf. Die Termine stammen zum Teil aus einer Bundestagsanfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke (LINKE), zum Teil von Internetseiten der Bundeswehr und der Agentur für Arbeit. Sie werden auf der Seite
http://www.kehrt-marsch.de/?page_id=11
www.kehrt-marsch.de
in einer interaktiven Karte dargestellt.