Vom Nation Building zur globalen Aufstandsbekämpfung
Als die NATO im August 2003 das Kommando über die International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan übernahm, warnte die Friedens- und Antikriegsbewegung, dass die Allianz – und damit auch Deutschland – dort in einen umfassenden Guerillakrieg verwickelt werden würde. Und tatsächlich hat sich der Einsatz, der formal als „Stabilitätsexport“ zur „Friedenssicherung“ begann, inzwischen zu einer „aggressiven Aufstandsbekämpfungsoperation“ entwickelt, die immer alptraumhaftere Züge annimmt, wie es der ISAF-Kommandeur David Richards formuliert.