Auch Kriegsdienstverweigerer aus dem Ausland brauchen Hilfe. Die nachfolgenden Beratungsstellen können helfen:
Beratung der DFG-VK für Kriegsdienstverweigerer aus der Türkei
Zeynettin Er
Marktstr. 18, 35452 Heuchelheim
Telefon: 0162-6997237, montags – freitags, 15-17 h,
E-Mail: ktski@gmx.de
Kriegsdienstverweigerung
Zivilcourage 3/2008: Totale Kriegsdienstverweigerer unterstützen!
Solidaritätsarbeit ist nicht schwierig – und schützt von Michael Behrendt
Auch in diesem Jahr entscheiden sich konsequente Kriegsdienstverweigerer wieder bewusst für die direkte Auseinandersetzung mit der Bundeswehr. Aktuelle Anfragen zur Totalverweigerung erreichen uns außerdem auch von staatlich anerkannten KDVern, die beabsichtigen, den Zivildienst zu verweigern. Nachdem dreieinhalb Jahre kein Fall von Totalverweigerung in der Bundeswehr bekannt geworden war, sind im letzten Jahr drei Totalverweigerer zur „Truppe“ einberufen worden. Und es geht weiter:
Matthias Schirmer und Silvio Walther wurden zum 1. April einberufen – und traten den Dienst nicht an. Anfang Juni ist Matthias nach zwei Arresten mit einem Dienstverbot belegt worden, Silvio jedoch steht kurz vor dem vierten Arrest.
Internationale Soli-Aktion: US-Soldaten verweigern den Kriegseinsatz!
Schreibt Postkarten und Briefe an drei US-Soldaten, die im US-Militärgefängnis in Mannheim sitzen, weil sie den Kriegseinsatz in Afghanistan verweigert haben!
Internationale Soli-Aktion: US-Soldaten verweigern den Kriegseinsatz!
Politische Häftlinge brauchen und verdienen unsere Solidarität.
online-Postkartenaktion unter
Kriegsdienstverweigerer in Bundeswehrhaft im Hungerstreik
– Bundeswehr hält Kriegsdienstverweigerer weiterhin gefangen
– nach erneuter Arrestverlängerung Hungerstreik angekündigt
Seit seiner Zuführung durch die ’Feldjäger’ der Bundeswehr am 05. April 2008, wird der totale Kriegsdienstverweigerer Matthias Schirmer aus Friedrichshafen am Bodensee in der Kaserne Viereck (6./ Logistikbataillon 142) bei Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern) durch die Bundeswehr gefangen gehalten. War der 21-jährige zu Beginn noch mit ’Arreste auf Stube’ belegt worden, wird seit dem 11. April ein vom Bataillonskommandeur verhängter ’Disziplinararrest’ vollstreckt. Am Donnerstagabend wurde der Arrest nach einer erneuten Verweigerung des Befehls zum Rasieren um weitere 21 Tage verlängert. Um seine Gewissensentscheidung, den Kriegsdienst zu verweigern, zu bekräftigen und deutlich zu machen sich auch nicht nur die Arrestierung davon abbringen zu lassen, kündigte Schirmer am Donnerstagabend an, in einen Hungerstreik zu treten. Schirmer bezeichnet die Wehrpflicht als “nicht vereinbar mit Demokratie und Freiheit sowie den Menschenrechten.“ Der Zwang zur Kriegsausbildung sei darüber hinaus ungerecht, da Einberufungen willkürlich vollzogen werden.
US-Verweigerer und Deserteure brauchen Asyl !
Unterzeichnen Sie den Appell an die Bundesregierung !
Seit fünf Jahren führen die US-Armee und ihre Verbündeten Krieg im Irak. 2003 lehnte die damalige Bundesregierung einen direkten Einsatz von Bundeswehr-Soldaten im Irak ab, da es für den Einmarsch keinen Beschluss des UN-Sicherheitsrates gab. Bedauerlicherweise hat die deutsche Bundesregierung die USA dennoch in vielerlei Hinsicht bei diesem Krieg unterstützt.
Andreas Zumach: „Ein wahrer Held der heutigen Kriege!“
In seiner Laudatio auf Agustin Aguayo, Preisträger des Stuttgarter Friedenspreises 2007der AnStifterInnen am 21.12.2007 bei der Friedensgala im Theaterhaus Stuttgart macht der Journalist und DFG-VK-Mitglied Andreas Zumach auf deutsche Traditionen mit dem Desertieren und dem Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung aufmerksam.
(Es gilt das gesprochene Wort)
Ein wahrer Held der heutigen Kriege
Wie kann es sein, daß ein US-Staatsbürger wegen seiner Verweigerung des Kriegsdienstes auf deutschem Boden verhaftet und zu einer achtmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt wird, wo doch die deutsche Verfassung (Grundgesetz) in Artikel 4, Absatz 3 das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung garantiert?
Auf diese Frage gibt es zwei Antworten: