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Militaristische Traditionspflege

19.10.2013

»Es geht darum, die Köpfe auf Kurs zu bringen«

Ein US-Wissenschaftler lobt den Krieg ? sein Buch wird am Montag in der Deutschen Nationalbibliothek vorgestellt. Ein Gespräch mit Arndt Müller
Interview: Gitta Düperthal

Arndt Müller wendet sich gemeinsam mit den »Ordensleuten für den Frieden« dagegen, daß am Montag in der Deutschen Nationalbibliothek das Buch des US-Autors Ian Morris »Krieg ? wozu er gut ist« vorgestellt wird.

Am Montag will der US-Historiker Ian Morris in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main sein Buch »Krieg ? wozu er gut ist« vorstellen. Jetzt äußert sich Protest: Unter anderem die Ordensleute für den Frieden fordern, die Veranstaltung abzusagen. Welche Thesen vertritt der Autor?

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Kategorie: Anti-Militarisierung, Militaristische Traditionspflege

21.05.2013

Protest gegen Potsdam

AUGSBURG/MÜNCHEN (german-foreign-policy.com) – Vor dem diesjährigen „Sudetendeutschen Tag“ an diesem Wochenende kündigt die bayerische Staatsregierung die Einführung eines Gedenktages zur Erinnerung an die Umsiedlung der Deutschen an. Demnach soll von 2014 an alljährlich der zweite September-Sonntag dem Gedächtnis deutscher Opfer von „Flucht, Vertreibung und Deportation“ infolge des Zweiten Weltkrieges gewidmet sein. Die Einführung des Gedenktages gehört zu den Maßnahmen, mit denen die deutsche Politik die Meinung, die Umsiedlung sei „Unrecht“ gewesen, in den künftigen Generationen verankern will. An diese – geschichtlich unzutreffende – Auffassung können politische Ansprüche gegenüber den Staaten Ost- und Südosteuropas geknüpft werden, die für Deutschland vorteilhaft sind. Zusätzlich zur Einführung des Gedenktags unterstützt Bayern die Errichtung eines „Sudetendeutschen Museums“ in München mit 20 Millionen Euro; ergänzend hat der Deutsche Bundestag zehn Millionen Euro zugesagt. Eine Ausstellung, die als möglicher Kern des Museums gilt, stellt die Rechtmäßigkeit der tschechoslowakischen Staatsgründung in Teilen in Frage und stützt umstrittene Aussagen auf NS-Quellen. Für seine Unterstützung der „Vertriebenen“ wird der bayerische Ministerpräsident am Sonntag mit einer Auszeichnung der Sudetendeutschen Landsmannschaft geehrt.

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Kategorie: Anti-Militarisierung, Militaristische Traditionspflege

19.04.2013

Freunde brauchen keine Waffen – FesteFeiern ohne Militär!

Kein Militärspektakel am 15. Juni in Neuf Brisach/Breisach

Liebe Friedensbewegte, liebe Frauen & Männer, liebe Mütter & Väter, liebe Alte & Junge im Dreyeckland,

gerade haben wir auf dem Ostermarsch in Müllheim gemeinsam festgestellt:
Dass es auf uns ankommt, um diesseits und jenseits des Rheins Netze zu knüpfen, uns die Hand zu reichen und gemeinsam zu beweisen, dass die Utopie der Bruderschaft, die Utopie der Solidarität, die Utopie des Friedens nicht nur notwendig, sondern auch möglich ist.

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Kategorie: Anti-Militarisierung, Militaristische Traditionspflege

15.03.2013

Unverwechselbares Markenzeichen

BERLIN/DRESDEN
http://www.german-foreign-policy.com
(Eigener Bericht www.german-foreign-policy.com)
– Die Bundeswehr feiert einen zuletzt während des Zweiten Weltkriegs vom NS-Regime verliehenen Orden. Das „Eiserne Kreuz“ sei ein „gesamtdeutsches Militärsymbol“, das für zeitlose „Werte“ stehe, erklärt das Militärhistorische Museum der deutschen Streitkräfte. Es repräsentiere die „staatsbürgerliche Pflicht und die Bereitschaft des Volkes, seine Rechte und Freiheiten zu verteidigen“, und gelte der Truppe daher als „unverwechselbares Markenzeichen“. Die hierin zum Ausdruck kommende geschichtspolitische Propagandaoffensive knüpft nahtlos an zahlreiche Maßnahmen der Berliner Führung an, die darauf zielen, den aus der NS-Zeit überkommenen Helden- und Totenkult wieder neu zu beleben. Bereits seit einigen Jahren erhalten „verdiente“ Teilnehmer des Afghanistan-Krieges eine sogenannte „Tapferkeitsmedaille“, die dem „Eisernen Kreuz“ nachempfunden ist. Neben dem Bundesverteidigungsministerium engagiert sich insbesondere der Reservistenverband der Bundeswehr für eine besondere Würdigung der „Veteranen“ aktueller deutscher Gewaltoperationen. Die Organisation arbeitet eng mit dem Kyffhäuserbund zusammen, der ungebrochen seinem ehemaligen Präsidenten huldigt – dem SS-General Wilhelm Reinhard.

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Kategorie: Anti-Militarisierung, Militaristische Traditionspflege Stichworte: Militärsymbol

24.01.2013

Internationaler Soldatengottesdienst im Hohen Dom zu Köln am 10. Januar 201

KARDINAL MEISNER AUFRUF ZUM WIDERSTAND

Am 10. Januar 2013 war es wieder soweit. Im Kölner Dom kamen im Rahmen des so genannten Weltfriedenstags Teile der Bundeswehr und anderer NATO-Streitkräfte zum alljährlichen Soldatengottesdienst zusammen. Unter dem Motto „Selig, die Frieden stiften“ sprachen im Dom Joachim Kardinal Meisner und Bundeswehrführer Thomas de Maiziére. Vor dem Dom marschierten Nonnen mit Maschinengewehren und Schildern. Vielfältige Formen des Protests gegen das Militär-Spektakel zogen vor der Kölner Kathedrale die Aufmerksamkeit auf sich. Aber Kardinal Meisner ging über die Forderungen der Protestierenden unerwartet weit hinaus.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18683
weiterlesen hier bei NEUE RHEINISCHE ZEITUNG
http://www.militaerseelsorge-abschaffen.de/

Kategorie: Anti-Militarisierung, Militaristische Traditionspflege

01.12.2012

Traditionserlasse der Bundeswehr

Die Richtlinien zum Traditionsverständnis und zur Traditionspflege in der Bundeswehr regelt ein Traditionserlass. Nach dem darin formulierten Verständnis wird Tradition als die Überlieferung von Werten und Normen verstanden, die ein verbindendes Element zwischen den Generationen herstellt. Notwendig sei sie, um eine eigene Identität zu sichern.

Traditionserlass von 1982

Der Traditionserlass aus dem Jahr 1982 regelte insbesondere das Verhältnis zwischen der Bundeswehr und ihren Vorgängerinstitutionen. Der damalige SPD-Verteidigungsminister Hans Apel reagierte mit der Neufassung des Traditionserlasses auf die Zunahme rechtsextremer Traditionspflege in der Bundeswehr seit Mitte der 1970er-Jahre. Er blieb in den entscheidenden Passagen aber unverbindlich.

Traditionserlass von 1965

Mit ihm wurde der erste Erlass aus dem Jahr 1965 abgelöst. Dieser war wiederum nötig geworden, da ohne verbindliche Regelung die Truppe vor Ort – oftmals von ehemaligen Wehrmachtsoffizieren geführt – freie Hand gehabt hatte, selbst zu bestimmen, in welcher Tradition sie sich sieht.

Aktueller Traditionserlass

Der aktuelle Traditionserlass entstand ihm Jahr 2018 unter der ehemaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Die neue Fassung ist auf der Website des Bundesverteidigungsministeriums einzusehen.

Kategorie: Anti-Militarisierung, Militaristische Traditionspflege Stichworte: Traditionsverständnis in der Bundeswehr

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