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Rekrutierung der Bundeswehr

27.08.2025

Protest gegen Einführung der Wehrpflicht

Mit einer gemeinsamen Aktion haben die DFG-VK und die Greenpeace Jugend heute vor dem Verteidigungsministerium gegen die Musterungspläne der Bundesregierung protestiert – diese lenken von echten Sicherheitslösungen ab.

Mit einem fünf Quadratmeter großen Banner mit der Aufschrift „Wir wollen nicht in unsere Zukunft marschieren“ protestiert die Greenpeace Jugend heute gemeinsam mit der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK) vor dem Verteidigungsministerium gegen eine absehbare Wiedereinführung
der Wehrpflicht. Die DFG-VK vernichtet dabei mit einem Schredder symbolisch den Erfassungsfragebogen und hält ein Banner mit der Aufschrift „Wehrdienst schreddern“. Bei der anschließenden Kundgebung sprechen Vertreter:innen beider Organisationen und machen deutlich, warum eine Rückkehr zur Wehrpflicht der falsche Weg ist.

In der heutigen Kabinettssitzung soll der Entwurf zur Änderung des Wehrpflichtgesetzes beschlossen werden. Die Bundesregierung plant, künftig alle Männer eines Jahrgangs anzuschreiben und zu mustern. Sollte der kalkulierte Personalbedarf über den freiwilligen Wehrdienst nicht erreicht werden, sieht das Gesetz die Rückkehr zur Wehrpflicht vor. Kritikerinnen und Kritiker fürchten mit diesem wahrscheinlichen Schritt gravierende Folgen für die Freiheit junger Menschen. „Dieses Gesetz ist nichts anderes als die Wiedereinführung der Wehrpflicht durch die Hintertür“, sagt Barbara Happe, Greenpeace-Expertin für Abrüstung und Frieden. „Es ist sicherheitspolitisch nicht notwendig und greift in fundamentale Grundrechte junger Menschen ein.”

Beide Organisationen halten eine neuerliche Wehrpflicht sicherheitspolitisch für nicht notwendig. Die NATO ist Russland auch bezogen auf die Zahl an Soldat:innen und Reservist:innen überlegen, was eine Greenpeace-Studie aus dem vergangenen Jahr zeigt. Statt über Zwangsdienste zu debattieren, sollten strukturelle Defizite bei der Bundeswehr, etwa bei Ausbildung, Führung und Attraktivität, behoben werden. Dadurch ließe sich auch die hohe Abbruchquote von rund 25 Prozent bei freiwillig Wehrdienstleistenden senken.

„Statt eines Zwangsdienstes, der die Aufrüstungsspirale nur noch weiter ankurbelt, braucht es kurz- und vor allem langfristige Bemühungen für Sicherheit und Abrüstung in Europa“, so Michael Schulze von Glaßer, politischer Geschäftsführer der DFG-VK. Aufrüstung binde Ressourcen, die dringend für Klimaschutz und Armutsbekämpfung benötigt würden, und verschärfe die globalen Spannungen, anstatt sie abzubauen: „Wir müssen endlich friedensfähig werden“, fordert Michael Schulze von Glaßer.

Gemeinsame Pressemitteilung von DFG-VK und Greenpeace, Stuttgart/Hamburg 27. August 2025

Pressekontakt:
Michael Schulze von Glaßer (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): svg@dfg-vk.de

Barbara Happe (Greenpeace):
bhappe@greenpeace.org

Kategorie: Anti-Militarisierung, Kriegsdienstverweigerung, Pazifismus und Antimilitarismus, Rekrutierung der Bundeswehr, Theorie & Praxis Stichworte: Kriegsdienst, Kriegsdienstverweigerung, Verweigern, Wehrdienst, Wehrpflicht

21.08.2025

Aktion: Wehrdienst schreddern!

Am 27. August 2025 will das CDU/CSU- und SPD-Kabinett bei einem Treffen im Bundesministerium der Verteidigung über das Gesetz zur Reaktivierung des Wehrdienstes beraten und abstimmen: Damit sollen nicht nur alle jungen Menschen Werbebriefe von der Armee erhalten (und junge Männer gezwungen werden einen Fragebogen auszufüllen), auch eine neue Wehrerfassung, Wehrüberwachung und die Zwangsmusterung junger Menschen sind geplant. Das nehmen wir nicht hin!

Wir fordern die Bundesregierung – und insbesondere die SPD – auf die Wehrdienstpläne zu stoppen! Weitere Aufrüstung wird nicht zu mehr Sicherheit führen, sondern nur in einer teuren und gefährlichen Aufrüstungsspirale münden.

Um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen rufen wir zu einer Fotoaktion mit Kundgebung auf. Bei der Fotoaktion werden wir DIN-A0-Versionen des Gesetzestexts und der Bundeswehr-Anschreiben in einem großen Gartenhäcksler schreddern. Dazu werden wir passende Schilder und Transparente halten.

Als Redner*innen treten auf (Stand 25. August 2025):

  • Simon David Dressler (Aktivist und Influencer, TikTok)
  • Lisa Pfitzmann, jugendpolitische Sprecherin für Linksjugend [’solid] im Parteivorstand von Die Linke
  • David Werdermann (Jurist)
  • Ronja Fock, Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“
  • Naira und Martha, Greenpeace-Jugend

Wir freuen uns auf eine bunte und laute Versammlung gegen die Reaktivierung des Wehrdiensts!

Mach mit und komm zur Kundgebung am 27. August 2025 um 9 Uhr (wir sind schon ab 8 Uhr vor Ort und bauen auf) vor dem Haupteingang des Bundesministeriums der Verteidigung (Stauffenbergstraße 18, 10785 Berlin)!

Die Aktion wird organisiert und durchgeführt von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, den Naturfreunden Deutschlands, der IDK, der IPPNW, der Berliner VVN-BdA und pax christ Deutschland

Pressekontakt:
Michael Schulze von Glaßer (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): svg@dfg-vk.de

Kategorie: Anti-Militarisierung, Kriegsdienstverweigerung, Pazifismus und Antimilitarismus, Rekrutierung der Bundeswehr, Theorie & Praxis Stichworte: Kriegsdienst, Kriegsdienstverweigerung, Verweigern, Wehrdienst, Wehrpflicht

30.07.2025

Bundeshaushalt 2026 befeuert globales Wettrüsten!

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) kritisiert den Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2026 scharf. Marius Pletsch, Bundessprecher der DFG-VK erklärt dazu: „Dieser Haushalt wird nicht zu mehr Sicherheit beitragen, sondern das globale Wettrüsten antreiben. Besonders die jungen Generationen wird belastet: Ihnen wird ein gewaltiger Schuldenberg für rückständige Investitionen aufgebürdet. Denn die gemachten Schulden dienen nicht der Gestaltung einer lebenswerten Zukunft in der Klimakrise, stabiler sozialer Sicherungssysteme oder einer innovativen zivilen Forschungslandschaft. Die Schulden fließen in ein sinnloses und gefährliches Wettrüsten. Zudem findet für die jungen Menschen ein enormer Einschnitt in persönliche Freiheiten statt, indem die Wehrerfassung wieder eingeführt wird und Personen mit einem männlichen Geschlechtseintrag im Personalausweis Fragebögen ausfüllen müssen – es droht sogar die Wiedereinführung einer strengen Wehrpflicht!“

Der Haushaltsentwurf für 2026 und die langfristige Finanzplanung der Bundesregierung belastet die jüngeren Generationen in enormem Ausmaß. Es sind 174,3 Mrd. € neue Schulden eingeplant, nochmal rund 31 Mrd. € mehr als im laufenden Jahr. Bis 2029 wird von einer Neuverschuldung von 851 Mrd. € ausgegangen. Trotzdem ist die Finanzierungslücke in den Jahren auf 172 Mrd. € angewachsen. Die Einsparungen werden insbesondere jene Menschen zu spüren bekommen, die besonders auf eine solidarische Unterstützung angewiesen wären: finanziell ärmere Menschen und jene, die fliehen müssen – oft vor Krieg und Gewalt. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) rief alle Ministerien zum Sparen auf. Alle Ministerien? Nein, der Haushalt des Bundesverteidigungsministeriums – also der Einzelplan 14 – wird 2026 82,5 Mrd. € betragen und enorm steigen. 2029 sind 152,8 Mrd. € im Kernhaushalt vorgesehen.

Protestaktion gegen die Grundgesetzänderung im März 2025.

Durch die Grundgesetzänderung vom März dieses Jahres – wodurch Ausgaben in dem Bereich „Sicherheit“ über einem Prozent vom Bruttoinlandsprodukt von der Schuldenbremse ausgenommen sind – wird die Schuldenlast enorm wachsen. Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu, dass Militär und weitere Ausgaben unter dem Label „Sicherheit“ – also unter anderem Nachrichtendienste und die Waffenhilfe für die von Russland angegriffene Ukraine – 2026 erstmals mehrheitlich aus Krediten statt durch Steuern finanziert werden: Von 97,4 Mrd. € werden 2026 54,3 Mrd. € schuldenfinanziert, 2029 soll insgesamt 168,7 Mrd. € für den Bereich ausgegeben werden. Dann steigt der schuldenfinanzierte Anteil auf 122,1 Mrd. €. Dazu Marius Pletsch: „Im Rekordtempo werden national wie europäisch Schulden aufgenommen, um Deutschland und die Staaten der Europäischen Union materiell und personell ‚kriegstüchtig‘ zu machen. Das ist nicht nur gefährlich, weil uns die Rüstungsspirale einem Krieg näher bringt, sondern führt dazu, dass Investitionen in die Bekämpfung der Klimakatastrophe, in Bildung und gegen Armut ausbleiben werden.“

Dieser Haushaltsentwurf wird insbesondere die jüngeren Generationen hart treffen: Durch den Schuldenberg wird ihnen eine Lösung von universellen Problemen wie der Klimakatastrophe zusätzlich erschwert, da kaum Mittel vorhanden sein werden und schwerwiegende Einsparungen in den nächsten Jahren zu befürchten sind. Dazu kommt eine direkte Betroffenheit durch die Pläne der Bundesregierung mit dem „Wehrdienst-Modernisierungsgesetz“. Denn damit sollen Strukturen aufgebaut werden, um die Wehrerfassung wieder einzuführen, Personen mit männlichem Geschlechtseintrag ab Jahrgang 2008 ab 2026 zur Abgabe eines Fragebogens zu verpflichten, ab 2028 die Musterung wiedereinzuführen und die Wehrpflicht zu reaktivieren, sollten sich nicht genügend Freiwillige melden. Die DFG-VK hat zum Thema Kriegsdienstverweigerung ein Informationsangebot, welches unter verweigern.info erreicht werden kann.

Die DFG-VK fordert alle Parlamentarier*innen der demokratischen Fraktionen auf, in der Haushaltsberatung andere Prioritäten zu setzen. Erwartbare Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfeprogrammen, bei der Unterstützung von ziviler Seenotrettung und Unterstützung von Geflüchteten, bei sozialen Sicherungssystemen und bei in der zivilen Forschung sind nicht hinnehmbar. Michael Schulze von Glaßer, politischer Geschäftsführer der DFG-VK, fordert: „Statt Aufrüstung und der Befeuerung des globalen Wettrüstens braucht es Investitionen in die Zukunft, in menschliche Sicherheit – ökologisch, wirtschaftlich und sozial – in Friedensforschung, Diplomatie, Friedensforschung, Abrüstung, zivile Konfliktbearbeitung und sozialer Verteidigung!“

Der Bundesverband der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen, Stuttgart am 30. Juli 2025

Pressekontakt:
Marius Pletsch (DFG-VK Bundessprecher): pletsch@dfg-vk.de

Kategorie: Abrüstung und Konversion, Anti-Militarisierung, Bundeswehr abschaffen, Kein Frieden mit der NATO, Kriegsdienstverweigerung, Militarisierung der EU, Pazifismus und Antimilitarismus, Pressemitteilung, Rekrutierung der Bundeswehr, Theorie & Praxis, Umrüstung der Bundeswehr, Waffen & Rüstung, Zivile Konfliktlösung Stichworte: Aufrüstung, Bundeswehr, Kriegstüchtigkeit, Zeitenwende

30.06.2025

Kinder an Maschinengewehren: Tag der Bundeswehr sorgt für Skandal!

Kinder mit Maschinen- und Sturmgewehren im Anschlag: Das sind die beschämenden Bilder, die uns am Samstag vom „Tag der Bundeswehr“ im niedersächsischen Bückeburg erreichten.

Ein Skandal, der keineswegs neu ist. Bereits 2016 reagierte das Verteidigungsministerium auf ähnliche Bilder vom „Tag der Bundeswehr“ mit einem Verbot dieser Praxis. Das wussten auch die Soldaten am Samstag in Bückeburg am Waffenstand auf dem Heeresflugplatz. Die Soldaten machten die Kinder zwar darauf aufmerksam, verhinderten den Zugriff aber kaum: „Bei dem Event werden schon die Jüngsten für Waffen und Militär begeistert – diesmal überschritt man noch eine weitere Grenze“, zeigt sich Alina Ferdinand vom Bündnis „Unter 18 nie – Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“ schockiert.

Das Bündnis aus Kinderrechts- und Friedensorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen kritisiert seit Langem die Werbe- und Rekrutierungspraxis der Armee: „Die Bundeswehr hat im vergangenen Jahr über 2.200 Minderjährige an Waffen ausgebildet“, betont Ferdinand. Dies stehe der UN-Kinderrechtskonvention entgegen: „Die Vereinten Nationen fordern von Deutschland bereits seit 2014 eine Anhebung des Rekrutierungsalters sowie ein Ende der Armeewerbung an Schulen.“

Nach dem erneuten schockierenden Vorfall in Bückeburg fordert das „Unter 18 nie!“-Bündnis Konsequenzen: „Kleinwaffen sollten nicht mehr ausgestellt werden, und auch eine Werbung mit anderen Waffensystemen sollte nicht mehr stattfinden“, so Armin Lauven vom Bündnis „Unter 18 nie – Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“. Gerade junge Menschen würden nicht reflektieren, wofür die Waffen eigentlich da sind und welchen Schaden sie anrichten.

Das Bündnis verweist auch auf die breite Unterstützung aus dem Bundestag. Zahlreiche Abgeordnete haben die Kritik an der Rekrutierungspraxis der Bundeswehr öffentlich kundgetan, wie „Unter 18 Nie!“ auf seiner Website dokumentiert. „Hier sind alle gefragt!“, fordert Lauven die Unterstützer auf. „Scheinbar fallen gerade alle Schranken für die Aufrüstung, und macht dabei auch vor den Kleinsten keinen Halt mehr!“, so der Bündnissprecher Lauven.

Pressemitteilung des Bündnisses „Unter 18 nie – Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“, Bonn 30. Juni 2025

Pressekontakt:
Michael Schulze von Glaßer (pol. Geschäftsführer der DFG-VK):
svg@dfg-vk.de

Kategorie: Anti-Militarisierung, Pressemitteilung, Rekrutierung der Bundeswehr Stichworte: Bundeswehr, Rekrutierung, Tag der Bundeswehr, Unter 18 nie

10.06.2025

Kriegsdienstverweigerungs-Kongress geplant

Reaktion auf den „neuen Wehrdienst“ der Bundesregierung: Am 21. und 22. Juni 2025 veranstaltet die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) einen bundesweiten Kongress zum Thema „Kriegsdienstverweigerung“ (KDV) in Kassel. Geplant sind Vorträge zur Haltung junger Menschen zum Militär, zu juristischen Fragen rund um die Reaktivierung der Wehrpflicht und zur internationalen Dimension der fortschreitenden militärischen Aufrüstung. Außerdem können sich Teilnehmende an dem Wochenende zu KDV-Berater*innen schulen lassen. Die Nachfrage nach Beratungen wächst.

„Auf der einen Seite gibt es viele ältere Friedensbewegte, die selbst noch den Kriegsdienst verweigert haben und sich sehr gut in der Thematik auskennen. Auf der anderen Seite gibt es viele junge Menschen, die sich kaum auskennen aber Beratungsbedarf haben“, erzählt Michael Schulze von Glaßer, politischer Geschäftsführer der DFG-VK. Der Verband hat eine lange Tradition dabei jungen Menschen zu helfen nicht ins Militär zu müssen – die nun wieder auflebt: „Wir kriegen täglich Anfragen von jungen Menschen, ihren besorgten Eltern, Reservistinnen und Reservisten oder sogar aktiven Soldatinnen und Soldaten, die nicht bzw. nicht mehr mit der Waffe kämpfen wollen“, so Schulze von Glaßer. Die angespannte politische Lage lasse viele daran zweifeln, ob sie wirklich einen anderen Menschen töten wollen, so der DFG-VK Geschäftsführer.

Um sich auf den von der Bundesregierung geplanten „neuen Wehrdienst“ vorzubereiten organisiert die DFG-VK Mitte Juni einen „KDV-Kongress“: „Es wird einerseits darum gehen was wir politisch gegen die Wehrdienst-Pläne der Regierung unternehmen können und andererseits auch konkret darum wie wir Menschen dabei unterstützen können sich nicht an der Waffe zwangsausbilden lassen zu müssen“, erklärt Michael Schulze von Glaßer, der im Organisationteam des Kongresses mitarbeitet. Besonders freut ihn den jungen Politik-Influencer Simon David Dressler für den Kongress gewinnen zu können: „Kriegsdienstverweigerungsarbeit läuft heute anders als noch vor zwei oder drei Jahrzehnten“, betont Schulze von Glaßer. Friedensgruppen müssten sich den jungen Menschen und ihren Kommunikationswegen anpassen, um sie mit Informationen zu erreichen.

Dabei sei die Reaktivierung der Wehrpflicht nur ein Symptom der aktuellen Aufrüstungspolitik – Reza Schwarz von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) wird bei dem Kongress in Kassel die Brücke dazu schlagen. Einen weiteren Vortrag gibt es von den beiden Juristen David Werdermann und Lennart Armbrust: Was bedeuten die Wehrpflichtpläne für die Praxis und wie sind sie aus grund- und menschenrechtlicher Perspektive zu bewerten? Am Samstagabend informieren der ukrainische Kriegsgegner Andrii Konovalov und der russischer Kriegsgegner Jewgenij Arefiev außerdem darüber, wie der Kriegsdienst in ihren Heimatländern binnen kurzer Zeit wieder streng vollzogen wurde und was sich daraus für die in Deutschland geführte Debatte lernen lässt.

Am zweiten Tag des Kongresses stehen dann Workshops an: Teilnehmende können sich zu KDV-Berater*innen für Zivilist*innen/Ungediente und Reservist*innen schulen lassen. Außerdem ist noch ein Workshop zum Militärwerbung und der Ansprache junger Menschen geplant. Das vollständige Programm sowie die Möglichkeit sich kostenlos anzumelden gibt es auf: www.kdv-kongress.de

Pressemitteilung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Stuttgart 10. Juni 2025

Pressekontakt:
Michael Schulze von Glaßer (pol. Geschäftsführer der DFG-VK):
svg@dfg-vk.de

Kategorie: Anti-Militarisierung, Kriegsdienstverweigerung, Pressemitteilung, Rekrutierung der Bundeswehr Stichworte: Bundeswehr, KDV, Kriegsdienst, Rekrutierung, Verweigern, Verweigerung, Wehrdienst, Wehrpflicht

28.05.2025

Kritik an Bundeswehr-Rekrutierung beim „Finaltag der Amateure“

Am vergangenen Wochenende hat die Bundeswehr bundesweit in Fußballstadien sowie im Rahmen einer bundesweiten ARD-Liveübertragung für den Dienst an der Waffe geworben. Nun steht die Partnerschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), seiner Landesverbände und der Armee in der Kritik von Friedensaktivist*innen: Sie fordern militärfreie Stadien.

„Grenzen überwinden“, unter anderem mit diesem Slogan warb die deutsche Armee am 24. Mai 2025, dem „Finaltag der Amateure“, in vielen der 20 Fußballstadien, in denen an dem Tag die Landespokale ausgespielt wurden. Die Bundeswehr war in diesem Jahr erstmals Sponsor des bundesweiten Events: Neben Werbung auf Banden und Anzeigetafeln stand sie vielerorts mit Werbetrucks vor den Stadien. „Die Bundesregierung rüstet die Armee gerade massiv auf – das Personal, um die neuen Panzer und Drohnen zu steuern, wurde nun unter den Fußballfans gesucht“, erklärt dazu Michael Schulze von Glaßer, politischer Geschäftsführer der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ (DFG-VK). Er war am Samstagabend in der „PSD-Bank Arena“ in Frankfurt bei der Austragung des Hessenpokals. Gerade der Slogan „Grenzen überwinden“ irritierte ihn: „Auch wenn der Spruch sich auf die persönliche Entwicklung von Soldat*innen beziehen mag, ist er in Zeiten der Spannungen mit Russland daneben“, kritisiert Schulze von Glaßer. Die Bundeswehr baut gerade eine dauerhafte Präsenz in Litauen auf.

Das Sportsponsoring der Bundeswehr beim „Finaltag der Amateure“ reiht sich ein in weitere Rekrutierungsbemühungen der Armee über den Sport: In der laufenden Fußballsaison gab es eine Kooperation mit dem Zweitligisten SSV Ulm. In der bereits beendeten Eishockey-Saison hat die Bundeswehr in der 2. Deutschen Eishockey Liga die Kassel Huskies und Ravensburg Towerstars gesponsert. Und am kommenden Sonntag (1. Juni 2025) spielt die Football-Mannschaft Frankfurt Galaxy in Bundeswehr-Trikots – bei dem im Offenbacher Stadion am Bieberer Berg ausgetragenen Spiel soll umfassend für den Dienst an der Waffe geworben werden.

Die DFG-VK verurteilt den Missbrauch des Sports durch das Militär: „Sport verbindet Menschen über alle Differenzen hinweg und trägt somit zu Völkerverständigung und einem friedlichen Miteinander bei – es darf nicht olivgrün eingefärbt werden und zur Werbung für eine Armee verkommen“, so Michael Schulze von Glaßer. Durch die Militärpräsenz in Stadien finde eine banale Militarisierung statt: Unter Schlagwörtern wie „Teamgeist“ und „Leistungsbereitschaft“ werde versucht, militärische Strukturen als selbstverständlich und integrativ darzustellen.

„Die Nachwuchssuche der Armee gehört nicht ins Fußballstadion“, macht Michael Schulze von Glaßer nochmal deutlich. Die DFG-VK fordert den DFB und seine Landesverbände auf, die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr umgehend zu beenden und sich stattdessen für Frieden, Gewaltfreiheit und eine klare Trennung zwischen Sport und Militär einzusetzen. In Frankfurt führte das Bundeswehr-Sponsoring am Samstag bereits zu Protesten: „Kein Werben mit dem Sterben“ stand auf einem Spruchband von Fans des SV Wehen Wiesbaden.

Pressemitteilung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Stuttgart 28. Mai 2025

Pressekontakt:
Michael Schulze von Glaßer (pol. Geschäftsführer der DFG-VK):
svg@dfg-vk.de

Kategorie: Anti-Militarisierung, Pressemitteilung, Rekrutierung der Bundeswehr Stichworte: Bundeswehr, Bundeswehr-Werbung, Rekrutierung, Sportsponsoring, Werbung

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