Antimilitaristische Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung vom 24.-29. September 2012
Der Wandel der sicherheitspolitischen Ausrichtung der Bundeswehr stellt Schulen und Hochschulen vor neue Herausforderungen. Während in Schulen um Nachwuchs für die Bundeswehr geworben wird und Schülerinnen und Schülern die Alternativlosigkeit militärischer Interventionen zur Wahrung unserer Freiheit und Sicherheit vermittelt werden soll, befasst sich die Forschung an Hochschulen in Kooperation mit der Rüstungsindustrie mit der Weiterentwicklung der zur Kriegsführung notwendigen technischen Mittel.
Vor diesem Hintergrund ruft ein breites Bündnis aus mittlerweile 80 Organisationen zur bundesweiten „Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung“ vom 24. bis 29. September auf.
Schulfrei für die Bundeswehr
Bundeswehr wirbt und wirbt und wirbt
Die Bundesregierung hat Ende April 2012 Angaben über den Umfang von Werbemaßnahmen der Bundeswehr für das Jahr 2011 gemacht. An Veranstaltungen der Jugendoffiziere haben danach insgesamt über 140.000 Schüler teilgenommen, davon rund 90.000 bei Vorträgen an Schulen, rund 9.000 bei Truppenbesuchen und 43.000 bei Veranstaltungen außerhalb der Schule. Außerdem haben Jugendoffiziere 241 Veranstaltungen mit rund 11.000 Lehrern und Lehramtsanwärtern durchgeführt.
[Weiterlesen…] Infos zum Plugin Bundeswehr wirbt und wirbt und wirbtAufruf zur bundesweiten Aktionswoche gegen Bundeswehr in Schulen und Hochschulen vom 24.-29. September 2012
Die Bundeswehr drängt an die Schulen und Hochschulen! In den Schulen sucht sie zum einen nach dem Ende der Wehrpflicht neue Rekruten und Rekrutinnen. Zum anderen will sie schon die Kinder und Jugendlichen – die Wähler und Wählerinnen von morgen – von der Notwendigkeit militärischer Einsätze überzeugen.
[Weiterlesen…] Infos zum Plugin Aufruf zur bundesweiten Aktionswoche gegen Bundeswehr in Schulen und Hochschulen vom 24.-29. September 2012Lena Sachs beleuchtet die Hintergründe der Militarisierung des Bildungswesens
Die Bundeswehr will ran an die Kinder und SchülerInnen: Legitimation schaffen und Nachwuchs werben. Auch deshalb wurden in den letzten Jahren in acht Bundesländern Kooperationsvereinbarungen zwischen Militär und Kultusministerium abgeschlossen, die den Jugendoffizieren Zugang zu Schulen und der LehrerInnenausbildung verschafft. Gegen diese Militarisierung des Bildungswesens ist Aufklärung und Abwehr nötig und möglich.
[Weiterlesen…] Infos zum Plugin Lena Sachs beleuchtet die Hintergründe der Militarisierung des BildungswesensGEW-Report zu Bundeswehr und Schule erschienen
Lange Zeit war die Anwesenheit der Bundeswehr an den Schulen kaum ein Thema für die Öffentlichkeit. Besuche von Wehrdienstberatern und Jugendoffizieren gibt es aber schon lange. In den vergangenen Jahren hat das Engagement der Bundeswehr in den Schulen allerdings zugenommen. Durch das Aussetzen der Wehrpflicht sind Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte stärker in den Fokus der Armee gerückt.
[Weiterlesen…] Infos zum Plugin GEW-Report zu Bundeswehr und Schule erschienenSoldaten als Lehrer unerwünscht
Friedensgruppen aus Rheinland-Pfalz machen vor der Landtagswahl Druck, die Zusammenarbeit von Schulen und Bundeswehr zu beenden.
Von Michael Schulze von Glaßer
http://www.neues-deutschland.de
für Neues Deutschland
Vor einem Jahr unterzeichneten eine Vertreterin des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums und ein Generalmajor der Bundeswehr eine Vereinbarung, künftig stärker zu kooperieren. Man wolle in den Schulen »gemeinsam einen Beitrag leisten, um sicherheitspolitische Aufklärung und Information zu ermöglichen«, heißt es in dem Papier. Dabei müsse über »globale Konfliktverhütung und Krisenbewältigung« genauso wie über das »nationale Interesse« Deutschlands aufgeklärt werden, »um Schülerinnen und Schülern, Referendarinnen und Referendaren sowie Lehrerinnen und Lehrern die Position der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Sicherheitspolitik zu vermitteln«. Mit der Kooperationsvereinbarung wird sogenannten Jugendoffizieren – jungen, rhetorisch geschulten Soldaten – der Gang in die Klassenzimmer erleichtert. Zwar hielten die Soldaten schon vor Abschluss der Vereinbarung Schulvorträge über den Sinn und Zweck der Bundeswehr, mit der Vertragsunterzeichnung wurde dies aber institutionalisiert und somit vereinfacht. Zudem wird die Bundeswehr durch die Kooperation zunehmend in die Aus- und Fortbildung von Referendaren und Lehrkräften eingebunden.