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Pazifismus und Antimilitarismus

24.04.2026

KDV-Tage 2026: Gemeinsam sichtbar werden – Aktionen jetzt melden!

Die Kriegsdienstverweigerung ist ein Grundrecht – und in Zeiten zunehmender Militarisierung wichtiger denn je. Mit den diesjährigen KDV-Tagen vom 8. 17. Mai 2026 setzt die DFG-VK ein klares Zeichen: für Frieden, für Selbstbestimmung und gegen den Zwang, Teil militärischer Logik zu werden.

Auf der zentralen Website zu den KDV-Tagen bündeln wir Informationen und Aktionen rund um das Thema Kriegsdienstverweigerung. Doch die KDV-Tage leben vor allem von euch, von euren Ideen, eurem Engagement und eurer Präsenz auf der Straße, in Schulen und in euren Städten.

Ob Schulstreik oder Kundgebung, ob groß oder klein: Jede Aktion zählt

Egal ob ihr

  • eine Infoveranstaltung organisiert,
  • eine Beratungsaktion zur Kriegsdienstverweigerung anbietet,
  • einen Infostand plant,
  • einen Schulstreik begleitet,
  • eine Demonstration durchführt
    oder kreative Protestformen entwickelt –

jede einzelne Aktion macht den Widerstand sichtbar und stärkt das gemeinsame Signal gegen Militarisierung.

Jetzt Termine melden und Teil der bundesweiten Übersicht werden!

Damit wir zeigen können, wie breit und vielfältig der Protest ist, sammeln wir alle Aktionen auf einer gemeinsamen Übersicht. So wird deutlich: Der Einsatz für Kriegsdienstverweigerung ist kein Einzelanliegen, sondern eine starke, bundesweite Bewegung.

👉 Deshalb unser Aufruf:
Meldet eure Aktionen und Termine an office@dfg-vk.de

Je mehr Aktivitäten wir sichtbar machen, desto stärker wird unsere gemeinsame Stimme.

Warum das gerade jetzt wichtig ist

Während politische Debatten immer stärker von Aufrüstung, „Wehrhaftigkeit“ und militärischer Logik geprägt sind, gerät das Recht auf Verweigerung oft in den Hintergrund. Die KDV-Tage setzen dem etwas entgegen: Sie erinnern daran, dass es Alternativen gibt und dass niemand gezwungen werden darf, gegen das eigene Gewissen zu handeln.

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen.
Für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung.
Für Frieden.
Und für eine Gesellschaft, die Konflikte nicht mit Waffen löst.

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Yannick Kiesel (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de
01578/3452092

Kategorie: Anti-Militarisierung, Bundeswehr abschaffen, Kriegsdienstverweigerung, Kriminalisierung von Kriegsgegner*innen, Pazifismus und Antimilitarismus, Rekrutierung der Bundeswehr Stichworte: KDV, Kriegsdienste verweigern - Pazifismus aktuell, Object War

13.04.2026

Erfolgreicher 2. Verweigert-Kongress in Kassel

Über 100 Teilnehmende beraten Strategien der Kriegsdienstverweigerung

Kassel, 13. April 2026 – Am 11. und 12. April fand in Kassel der 2. Verweigert-Kongress statt. Mehr als 100 Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet kamen zusammen, um zentrale Fragen rund um Kriegsdienstverweigerung, Militarisierung und Aufrüstung zu diskutieren und gemeinsam Perspektiven für einen breiten gesellschaftlichen Widerstand zu entwickeln.

Die Veranstaltung bot Raum für intensiven Austausch, Vernetzung und strategische Planung. In zahlreichen Workshops und Plenen wurden rechtliche, politische und praktische Aspekte der Kriegsdienstverweigerung beleuchtet. Dabei ging es nicht nur um individuelle Verweigerung, sondern auch um kollektive Ansätze, um der zunehmenden Militarisierung in Deutschland und Europa entgegenzutreten.

Ein zentrales Ergebnis des Kongresses ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Initiativen und Bewegungen. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass es notwendig ist, den Widerstand gegen Krieg und Aufrüstung sichtbarer und breiter zu organisieren.

Im Rahmen des Kongresses wurde zudem ein Solidaritätsfonds ins Leben gerufen, der junge Menschen unterstützt, die im Rahmen des neuen Wehrdienstgesetzes Post von der Bundeswehr bekommen haben. Der Fonds soll praktische Hilfe leisten und gleichzeitig ein starkes Signal der Solidarität senden.

„Die große Beteiligung und die intensive Zusammenarbeit zeigen, dass das Thema Kriegsdienstverweigerung aktuell bleibt und uns alle angeht“, erklärte Yannick Kiesel, politischer Geschäftsführer der DFG-VK. „Gemeinsam entwickeln wir Strategien, um Widerstand zu organisieren und Menschen zu ermutigen, sich aktiv gegen Krieg und Militarisierung zu stellen.“

Die Organisator*innen ziehen ein durchweg positives Fazit: Der 2. Verweigert-Kongress war ein wichtiger Schritt hin zu einer stärkeren Vernetzung der antimilitaristischen Bewegung und hat konkrete Impulse für zukünftige Aktionen gesetzt.

Weitere Informationen zum Solidaritätsfonds finden sich unter www.soli-fonds.verweigern.info

Pressekontakt:
Yannick Kiesel (DFG-VK): kiesel@dfg-vk.de; +491578/3452092

Pressemitteilung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Stuttgart, 13. April 2026

Kategorie: Allgemein, Anti-Militarisierung, Bundeswehr abschaffen, Bundeswehr in Innern, Kriege & Konflikte, Kriegsdienstverweigerung, Militarisierung der EU, Pazifismus und Antimilitarismus, Pressemitteilung, Rekrutierung der Bundeswehr, Schulfrei für die Bundeswehr

31.03.2026

Spende für die Koordination der KDV-Arbeit


Liebe Friedensfreund*innen,

Kriegsdienst ist wieder Thema: 7.691 Menschen haben 2025 einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt – im Vorjahr waren es noch „nur“ 2.998 KDV-Anträge. Es sind vor allem Zivilist*innen die verweigern (2025 waren das 5.923) aber auch Menschen, die schonmal bei der Bundeswehr waren und daher als Reservist*innen gelten (1.576). Auch einige aktive Soldat*innen legen jedes Jahr die Waffe nieder (192).

Ihnen alle helfen wir dabei ihr Grund- und Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung wahrzunehmen, getreu dem Motto: Stell dir vor, es ist Krieg – und keiner geht hin. Daher unterstützen wir nicht nur Menschen in und aus Deutschland, sondern auch aus allen anderen Ländern bei der Verweigerung.

Mittlerweile haben wir – auch dank der Spenden zu Weihnachten – ein bundesweites Netzwerk aus mehreren hundert ehrenamtlichen KDV-Berater*innen aufgebaut. Unsere zentrale Website www.verweigern.info hatte in den ersten zwölf Monaten ihres Bestehens über 930.000 Aufrufe. Über 50.000 Flugblätter zur Kriegsdienstverweigerung haben wir schon drucken lassen. Hinzu kommen weitere Materialien wie Erklärposter und Aufkleber, um junge Menschen auf ihr Recht auf KDV aufmerksam zu machen. Wir sind die zentrale Anlaufstelle für Hilfesuchende – und wenn der neue Wehrdienst absehbar erst einmal zu einer Wehrpflicht wird, werden die Anfragen an uns noch weiter zunehmen.

Um unsere aktuelle KDV-Arbeit zu koordinieren und auszubauen würden wir gerne Clara Meier anstellen, wofür wir finanzielle Hilfe brauchen. Zudem wollen wir einige juristische Fragen rund um den neuen Wehrdienst klären: Ist das neue Gesetz überhaupt rechtens? Hilf uns zu helfen! Mehr zu unseren beiden aktuellen Spendenthemen findest du weiter unten.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und eine schöne Osterzeit,

Ralf Buchterkirchen (Bundeskassierer der DFG-VK)


Kriegsdienstverweigerungsarbeit koordinieren – Clara anstellen!

Stichwort: Clara
Spendenziel: 25.000 Euro

Clara Meier wurde 1999 in Berlin geboren, hat Politikwissenschaften in Nancy (Frankreich) studiert und ist gerade dabei, Theatertherapie in Nürtingen zu studieren – sie will Theater als Werkzeug in der Friedensarbeit nutzen. Sie hat unter anderem an Trialogen zwischen Palästinenser*innen, Israelis und Deutschen teilgenommen und möchte im Feld des Peacebuilding arbeiten.

Seit letztem Jahr beschäftigt sie sich intensiv mit Kriegsdienstverweigerung, war im Sommer auf unserem ersten KDV-Kongress, hat eine Schulung zur KDV-Beraterin gemacht und selbst schon einige Menschen bei ihrer Verweigerung begleitet.

Unser Bundesausschuss hat Clara gewählt, um sie auf Basis einer 15 Stunden/Woche einzustellen, damit sie die KDV-Arbeit unseres Verbands koordiniert: In unserer bundesweiten KDV-Arbeitsgruppe sind mittlerweile knapp 200 Berater*innen aktiv, die etwa zu neuen Gesetzeslagen und der Verwaltungspraxis auf dem Laufenden gehalten werden müssen. Auch weitere Berater*innen soll Clara ausbilden, für die Presse als Expertin zu dem Thema zur Verfügung stehen, bei jungen Menschen dafür werben, den Kriegsdienst rechtzeitig zu verweigern und dazu auch selbst Beratungen durchführen. Die Fähigkeiten dafür bringt Clara mit! Jetzt müssen wir nur noch das Geld zusammenbekommen, um sie – erstmal für ein Jahr – anstellen zu können. Dafür brauchen wir deine Hilfe!



Das neue Wehrdienstgesetz – Rechtsfragen klären!

Stichwort: Rechtsfragen
Spendenziel: 6.000 Euro

Welche Konsequenzen hat für junge Männer, wenn sie das Ausfüllen des Bundeswehr-Fragebogens mit Verweis auf die heutige Geschlechtergerechtigkeit verweigern? Immerhin ist das Ausfüllen des Fragebogens für Männer – im Gegensatz zu Frauen – verpflichtend. Und was ist, wenn man heute die Musterung verweigert? Ist das ganze neue Wehrdienstgesetz überhaupt rechtens? Immer wieder kommen – teils grundlegende – juristische Fragen im Zusammenhang mit dem neuen Wehrdienst und der Kriegsdienstverweigerung auf. Dazu berät uns David Werdermann, ein junger Rechtsanwalt aus Berlin – und mittlerweile einer der bundesweiten Experten in diesen Fragen. In der Debatte um das neue Gesetz hat er bereits zwei umfangreiche Studien verfasst. Nun steht er uns für juristische Spezialfragen zur Verfügung. Da die Klärung oft aufwendig ist, gehen sie weit über das ehrenamtliche politische Engagement hinaus. Daher sammeln wir nun Spenden, um die juristische Arbeit gegen den Wehrdienst und für Kriegsdienstverweigerung zu ermöglichen.






Kategorie: Allgemein, Anti-Militarisierung, Kriegsdienstverweigerung, Pazifismus und Antimilitarismus, Spendenaufruf Stichworte: Kriegsdienstverweigerung, Spendenaktion, Spendenaufruf, Wehrdienst

27.03.2026

Schreibe deinem Abgeordneten – Unterstützung für Yurii!

Die Situation des ukrainischen Kriegsdienstverweigerers Yurii Sheliazhenko bleibt weiterhin besorgniserregend: Nach seiner Festnahme am 19. März 2026 in Kiew ist er zwar inzwischen wieder freigelassen worden – doch wie dauerhaft diese Freilassung ist, bleibt unklar. Die Gefahr erneuter Repressionen und insbesondere einer Zwangsrekrutierung besteht weiterhin.

Yurii Sheliazhenko ist seit Jahrzehnten ein engagierter Pazifist, Menschenrechtsverteidiger und eine zentrale Stimme für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung – in der Ukraine und international. Die Umstände seiner Festnahme werfen erhebliche Fragen hinsichtlich der Einhaltung rechtsstaatlicher und menschenrechtlicher Standards auf.

Als DFG-VK rufen wir dazu auf, sich solidarisch zu zeigen und politischen Druck aufzubauen: Setzt euch bei euren Abgeordneten für den Schutz von Yurii Sheliazhenko ein!

Ihr könnt folgende Vorlage für eure Anschreiben an eure Abgeordneten nutzen:

Sehr geehrte*r __________,

ich wende mich mit einer dringenden Bitte an Sie.

Der ukrainische Kriegsdienstverweigerer, Pazifist und Menschenrechtsverteidiger Yurii Sheliazhenko, der am 19. März 2026 in Kiew festgenommen wurde, ist inzwischen wieder freigelassen worden. Diese Entwicklung ist zwar erleichternd, jedoch besteht weiterhin große Unsicherheit über seine Situation und Sicherheit. Es ist unklar, wie dauerhaft diese Freilassung ist, und es besteht weiterhin die Gefahr erneuter Maßnahmen gegen ihn, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Zwangsrekrutierung.

Bereits die Umstände seiner Festnahme geben Anlass zu großer Sorge. Nach vorliegenden Informationen erfolgte diese unter Missachtung rechtsstaatlicher Verfahren. Es gibt Hinweise darauf, dass weder ein ordnungsgemäßes Festnahmeprotokoll erstellt wurde, noch klare rechtliche Gründe für den Freiheitsentzug genannt wurden. Zudem soll ihm der Zugang zu anwaltlichem Beistand erschwert worden sein.

Diese Vorgänge werfen erhebliche menschenrechtliche Fragen auf und könnten gegen grundlegende Rechte verstoßen, darunter das Recht auf Freiheit und Sicherheit sowie die Gewissensfreiheit, wie sie in internationalen Abkommen garantiert sind.

Yurii Sheliazhenko ist seit Jahrzehnten ein bekannter Kriegsdienstverweigerer und engagiert sich als Wissenschaftler und Aktivist für Frieden und Menschenrechte. Er ist unter anderem Geschäftsführer der Ukrainischen Pazifistenbewegung und im europäischen sowie internationalen Kontext aktiv.

Ich bitte Sie daher weiterhin eindringlich:

  • sich für den dauerhaften Schutz und die Sicherheit von Yurii Sheliazhenko einzusetzen
  • sich gegen jede Form der Zwangsrekrutierung in seinem Fall auszusprechen
  • die Einhaltung rechtsstaatlicher und menschenrechtlicher Standards einzufordern

Als Mitglied bzw. Unterstützer*in der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) ist mir der Schutz des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung ein zentrales Anliegen.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten weiterhin für diesen Fall einsetzen und ihn auch innerhalb des Bundestages oder gegenüber internationalen Partnern thematisieren.

Weitere Informationen finden Sie hier:
https://wri-irg.org/en/story/2026/urgent-conscientious-objector-and-human-rights-defender-yurii-sheliazhenko-detained

Mit freundlichen Grüßen

[Name]
[Ort]

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Michael Schulze von Glaßer (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): svg@dfg-vk.de

Kategorie: Aktuelle Kriegsgebiete, Anti-Militarisierung, Kriege & Konflikte, Kriegsdienstverweigerung, Kriminalisierung von Kriegsgegner*innen, Pazifismus und Antimilitarismus, Theorie & Praxis Stichworte: Ukraine, Ukrainische Pazifistische Bewegung, Yurii Sheliazhenko

20.03.2026

Ukrainischer Kriegsdienstverweigerer Yurii Sheliazhenko inhaftiert

HINWEIS: Nach uns vorliegenden Informationen wurde Yurii Sheliazhenko zwischenzeitlich aus der Haft entlassen und hat seine Erlebnisse dokumentiert. Wir stehen im Kontakt und fordern ein Ende der Repressionen gegen ihn.

Gestern, am 19. März 2026, wurde der ukrainische Kriegsdienstverweigerer Yurii Sheliazhenko in Kyjiw in Haft genommen. Nun droht ihm die Zwangsrekrutierung durch das ukrainische Militär.

Nach den uns vorliegenden Informationen wurde Yurii von Beamten der Bezirkspolizei Pechersk in Kyjiw ohne ordnungsgemäße Rechtsgrundlage und unter Missachtung der nach ukrainischem Recht vorgeschriebenen Verfahrensregeln festgenommen. Er wurde bereits seit längerer Zeit bedroht. Insbesondere gibt es Hinweise darauf, dass:

  • kein Festnahmeprotokoll erstellt wurde;
  • keine eindeutigen rechtlichen Gründe für den Freiheitsentzug angegeben wurden;
  • der Zugang zu einem Rechtsbeistand behindert wurde;
  • der Kontakt zum ukrainischen Staatlichen Ermittlungsamt wurde behindert;
  • er wurde ohne ordnungsgemäßes rechtliches Verfahren in ein Territoriales Zentrum für Rekrutierung und soziale Unterstützung (TCC) überstellt oder solle dorthin überstellt werden.

Wir weisen darauf hin, dass eine etwaige Beteiligung des TCC die Verantwortung der Strafverfolgungsbeamten für den ursprünglichen Freiheitsentzug nicht ausschließt. Diese Handlungen können Verstöße gegen die Verfassung der Ukraine und die Europäische Menschenrechtskonvention darstellen, insbesondere gegen Artikel 5 (Recht auf Freiheit und Sicherheit) sowie gegen Artikel 9 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR).

Yurii bekennt sich bereits seit 1998 zu seiner Kriegsdienstverweigerung, ist Pazifist und Menschenrechtsverteidiger. Er ist zudem Wissenschaftler, Geschäftsführer der Ukrainischen Pazifistischen Bewegung (Mitgliedsorganisation von War Resisters International), Direktor des Instituts für Frieden und Recht in der Ukraine sowie Vorstandsmitglied des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung und von World Beyond War. 2024 haben wir Yurii mit dem 2024 mit dem Ludwig-Baumann-Preis unseres Carl-von-Ossietzky-Solidaritätsfonds ausgezeichnet.

Wir, die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), protestieren gegen die Inhaftierung Yuriis, fordern seine sofortige Freilassung und einen unverzüglichen Stopp aller Maßnahmen zur Zwangsrekrutierung des Militärs! Free Yurii!

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Michael Schulze von Glaßer (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): svg@dfg-vk.de

Kategorie: Aktuelle Kriegsgebiete, Anti-Militarisierung, Kriege & Konflikte, Kriegsdienstverweigerung, Kriminalisierung von Kriegsgegner*innen, Pazifismus und Antimilitarismus, Theorie & Praxis Stichworte: Ukraine, Ukrainische Pazifistische Bewegung, Yurii Sheliazhenko

11.03.2026

No Bombs on Iran! – Kundgebung in Berlin

Aktion für Völkerrecht und Menschenrechte!

Wann: Samstag, 14. März 2026, 10.30 Uhr (Aufbau – Beginn der Aktion um 11 Uhr) bis ca. 12 Uhr

Wo: Vor dem Bundeskanzleramt in Berlin (Willy-Brandt-Straße 1, 10557 Berlin)

Warum: Seit dem 28. Februar 2026 eskaliert der Krieg im Nahen und Mittleren Osten: Die USA und Israel haben – noch während laufender Verhandlungen – den Iran angegriffen. Die Mullah-Diktatur hat mit Beschuss von US-Militärbasen und auf umliegende Staaten in der Region reagiert. Es gibt bereits mehr als tausend Tote und unzählige Verletzte. Der planlose Angriff könnte sich zu einem langanhaltenden Flächenbrand ausweiten.

Wir stehen empathisch an der Seite aller Opfer dieses Krieges. Es ist kein Widerspruch, ein Ende des iranischen Regimes zu fordern und gegen den völkerrechtswidrigen Militärangriff der USA und Israels zu sein. Bomben und Raketen führen – wie sich auch immer deutlicher zeigt – nicht zu einer Verbesserung der Lage der Menschen im Iran.

Wir kritisieren insbesondere die Rolle der deutschen Regierung in dem Konflikt: Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Wadephul (beide CDU) rechtfertigen den offenen Völkerrechtsbruch und unterstützen den Krieg. Stattdessen sollte die Bundesregierung dem Beispiel Spaniens folgen und sich klar gegen den Krieg von Trump und Netanjahu stellen, indem sie den US-Truppen Infrastruktur, Überflugrechte und Logistik verwehren. Die Bundesregierung muss diplomatische Initiativen für ein Ende des Krieges ergreifen und Sanktionen – etwa einen Stopp deutscher Rüstungsexporte – gegen die angreifenden Staaten erlassen.

Was: Vor dem Bundeskanzleramt wird ein als Friedrich Merz verkleideter Aktivist mit blutverschmierten Schuhen symbolisch auf dem Völkerrecht (einem großen Transparent mit entsprechender Aufschrift) stapfen. Nach einer Weile wird er von Demonstrierenden von dem Transparent gezerrt, die sich danach mit Bannern und Schildern gegen den Krieg aufbauen.

Dazu wird es einige Reden geben u.a. zu:

  • Der völkerrechtlichen Situation
  • Den humanitären Folgen des Krieges

Wir bitten auf das Mitbringen von National- und Territorialfahnen zu verzichten und freuen uns auf eine ruhige Versammlung mit ausdifferenzierten und sachlichen Antikriegspositionen!

Mach mit und komm zur Kundgebung!

Bei Fragen nehmen Sie bitte jederzeit Kontakt zu uns auf:

Michael Schulze von Glaßer (pol. Geschäftsführer der DFG-VK): svg@dfg-vk.de

Die Aktion wird organisiert und durchgeführt von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, den Naturfreunden Deutschlands, der IDK, der IPPNW, dem Netzwerk Friedenskooperative und Ohne Rüstung Leben.

Kategorie: Aktuelle Kriegsgebiete, Kriege & Konflikte, Pazifismus und Antimilitarismus, Stoppt den Waffenhandel, Theorie & Praxis, Waffen & Rüstung, Zivile Konfliktlösung Stichworte: Donald Trump, Iran, Israel, USA

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