Rezension und Auseinandersetzung mit Ian Morris: Krieg. Wozu er gut ist?
Als deutsche Version eines erst im April nächsten Jahres zur Veröffentlichung geplanten Werkes War. What is it Good for? erschien im September 2013 im Campus-Verlag das Buch Krieg. Wozu er gut ist? (das ?öffnende Fragezeichen? der vorgesehenen englischen Originalausgabe hat der Campus-Verlag dabei offensichtlich gleich weggelassen?). Der von Ian Morris verfasste Titel bezieht sich auf Springsteens Antikriegssong, allerdings kommt er wie die gesamte Idee der Friedensbewegung im Band nicht gut weg. Morris versucht im Buch seine These zu beweisen, dass Kriege die Menschheit reicher und sicherer gemacht hätten.
Pazifismus und Antimilitarismus
Kampf dem Pazifismus
http://www.schulze-von-glasser.eu/
von Michael chulze von Glaßer)
Linkspartei – Einige Reformer in der Partei wollen auf SPD und Grüne zugehen. Sie schließen Militäreinsätze nicht mehr generell aus. Dies kann sich bei der nächsten Wahl rächen
Pazifismus – Antimilitarismus – wo steht die DFG-VK?

Ein Diskussionspapier von Thomas Rödl (Stand 18.04.2013)
1. Pazifismus
Die DFG-VK definiert in ihrem Grundsatzprogramm den politischen Pazifismus:
Jeder Krieg ist ein Verbrechen…; wir verweigern alle Kriegsdienste…; wir wollen gewaltfreie Konfliktlösungen durchsetzen…
wir wollen die allgemeine und vollständige Abrüstung, die Abschaffung der Bundeswehr..
Frieden bedeutet die Verwirklichung von politischer, sozialer, und ökonomischer Gerechtigkeit…
und, was unsere Mittel betrifft, wir verzichten auf verletzende und tötende Gewalt…
„Aus der Überzeugung, dass sich Mittel und Ziel entsprechen müssen, verfolgt die DFG-VK ihre politischen Ziele ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln; diese schließen die Verletzung und Tötung von Menschen aus und zielen auf die Konfliktlösung durch Dialog.“
Diese Aussage zur Gewalt erhebt keinen Universalitätsanspruch und erfordert keinen individuellen Gewaltverzicht, z.B. keinen Verzicht auf Notwehr.
„Der Pazifismus der DFG-VK verlangt dauerhaftes politisches Handeln mit dem Ziel, Bedingungen für eine Welt ohne Krieg und Unterdrückung zu schaffen. Das bedeutet:
* die öffentlichkeitswirksame Propagierung von Abrüstung mit dem Ziel der völligen Entmilitarisierung;
* die Förderung von antimilitaristischem Bewusstsein mit dem Ziel der völligen Ächtung des Soldatentums;
* die öffentliche Diskussion über die Aufgabe von Soldaten: Das Töten im Krieg;“
(Zitate aus dem Programm der DFG-VK)
Keinen Segen für das Militär! Militärseelsorge abschaffen!
von: Rainer Schmid
Es gibt in Deutschland ungefähr 100 evangelische und 100 katholische Militärpfarrer. Auf evangelischer Seite gibt es auch ein paar Militärpfarrerinnen.
Militärpfarrer werden von ihrer Heimatkirche für circa 6 Jahre freigestellt. Sie werden vom Militärischen Abschirmdienst überprüft, sie werden Bundesbeamte auf Zeit, sie leisten einen Beamten-Eid, sie haben ihr Büro in der Kaserne, sie fahren Dienstwagen der Bundeswehr, sie werden direkt vom Bundesministerium für Verteidigung bezahlt, sie tragen im Auslandseinsatz und auf Kriegsschiffen militärische Kleidung, und sie haben eine Bundeswehr-Mail-Adresse. Jedes Militärpfarramt ist eine Dienststelle des Bundesministeriums für Verteidigung.
Kampagne 2013 „Hallo Finanzamt – Steuern gegen Gewalt“
AUFRUF ZUM PROTEST GEGEN MILITÄRFINANZIERUNG 2013
Wenn Sie die Internetseite des Global day of Action on Military Spending www.demilitarize.org
aufschlagen, wird dort der 15. April 2013 als der kommende Internationale Aktionstag gegen Rüstungsausgaben genannt. Bitter nötig, denn täglich werden weltweit 3,3 Milliarden € für Rüstung ausgegeben, jährlich 1,2 Billionen. Große und kleine Organisationen wie die IPPNW, WRI, DFG-VK, IALANA, WILPF, Pax Christi International und viele andere unterstützen diesen Tag und starten Aktionen – so auch das
Netzwerk Friedenssteuer in Deutschland.
Wer aus seinen Fehlern nicht lernt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen
EIN KOMMENTAR ZU MALI von Christine Schweitzer
Das zeigt sich deutlich an der derzeitigen Diskussion um die Frage, wer mit welchen Mitteln von außen in Mali eingreifen soll. Spätestens seit der Übergangspräsident, der nach dem Militärputsch im letzten Frühjahr eingesetzt wurde, Frankreich um militärische Hilfe gebeten hat, wird in der deutschen Öffentlichkeit nur noch über das Für und Wider einer Beteiligung an der oder den ausländischen Militäraktion(en) diskutiert.
Dabei schienen unsere JournalistInnen und PolitikerInnen angesichts des Desasters in Afghanistan in den letzten Jahren doch einige Dinge gelernt zu haben: