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Pazifismus und Antimilitarismus

21.02.2014

Mehrheit oder Konsens?

Über angemessene Entscheidungsverfahren in der Friedensbewegung
Von Kai-Uwe Dosch und Renate Wanie

Mehrheitlich getroffene Entscheidungen in Friedensgruppen sind manchmal sehr umstritten, wenn nicht umkämpft. Ein gutes Beispiel für diese Widersprüchlichkeit zwischen friedlichen Inhalten und umkämpften Entscheidungen stellt die Beratung über das Programm auf dem letzten Bundeskongress der DFG-VK dar.


Dies ist ein guter Anlass für eine Beschäftigung mit den Entscheidungsverfahren der DFG-VK. Die Mehrheitsentscheidung gilt zwar als fundamentales Prinzip der Demokratie und wird in vielen Bereichen fraglos akzeptiert. Viel zu wenig bekannt ist dagegen das Konsensverfahren, das auf einer herrschaftsfreien Haltung basiert.

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Kategorie: Pazifismus und Antimilitarismus, Theorie & Praxis Stichworte: Entscheidungsverfahren, ZivilCourage

20.01.2014

Krieg in Syrien – Waffenstillstand und Verhandlungen ohne Vorbedingungen

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW erhofft sich von der internationalen Syrien-Friedenskonferenz („Genf-II“) in Montreux nach fast drei Jahren Gewalt und Zerstörung konkrete Fortschritte im Hinblick auf ein Ende des Krieges, z.B. die Vereinbarung lokaler und regionaler Waffenstillstände. Sie fordert die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass bei der Konferenz alle am Krieg beteiligten inländischen und ausländischen Kräften ohne Vorbedingungen beteiligt werden. Ziel der Konferenz müsse ein demokratisches, multi-ethnisches und multi-religiöses Syrien sein.

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Kategorie: Pazifismus und Antimilitarismus, Theorie & Praxis Stichworte: Geflüchtete, Genf, IPPNW, Syrien, Terror

24.12.2013

Rezension – Ian Morris: Krieg. Wozu er gut ist.

(Campus Verlag, Frankfurt/New York 2013; 572 Seiten; 26,99 Euro) von Gernot Lennert

„Fortschritt durch Krieg?“ Diese Frage prangte in Riesenlettern auf einem Plakat auf der Frankfurter Buchmesse. Beworben wurde das im Campus-Verlag erschienene Buch „Krieg. Wozu er gut ist“ des in den USA lehrenden aus England stammenden Archäologen und Althistorikers Ian Morris.
In der Ankündigung der Buchvorstellung in der Deutschen Nationalbibliothek hieß es, dass laut Morris „Kriege die Menschheit – auf ganz lange Sicht betrachtet – sicherer und reicher gemacht“ hätten. „Ohne Kriege wären nie die großen Nationalstaaten entstanden, die den Einzelnen vor willkürlichen Gewalttaten weitgehend schützen und den Menschen ungeahnten Wohlstand beschert haben.“ Das provozierte Protest aus der Friedensbewegung. In E-Mails und in der Tageszeitung junge Welt wurde gefordert, die Vorstellung dieses „Werks der Kriegspropaganda“ abzusagen. Schon das US-Generalkonsulat als Mitveranstalter schien die Frage „cui bono?“ zu beantworten (18.10.2013).*

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Kategorie: Pazifismus und Antimilitarismus, Theorie & Praxis Stichworte: Ian Morris

02.12.2013

Krieg. Wozu er gut ist? ABSOLUTELY NOTHING

Rezension und Auseinandersetzung mit Ian Morris: Krieg. Wozu er gut ist?

Als deutsche Version eines erst im April nächsten Jahres zur Veröffentlichung geplanten Werkes War. What is it Good for? erschien im September 2013 im Campus-Verlag das Buch Krieg. Wozu er gut ist? (das ?öffnende Fragezeichen? der vorgesehenen englischen Originalausgabe hat der Campus-Verlag dabei offensichtlich gleich weggelassen?). Der von Ian Morris verfasste Titel bezieht sich auf Springsteens Antikriegssong, allerdings kommt er wie die gesamte Idee der Friedensbewegung im Band nicht gut weg. Morris versucht im Buch seine These zu beweisen, dass Kriege die Menschheit reicher und sicherer gemacht hätten.

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Kategorie: Pazifismus und Antimilitarismus, Theorie & Praxis

20.11.2013

Kampf dem Pazifismus


http://www.schulze-von-glasser.eu/
von Michael chulze von Glaßer)
Links­par­tei – Ei­ni­ge Re­for­mer in der Par­tei wol­len auf SPD und Grüne zu­ge­hen. Sie schlie­ßen Mi­li­tär­ein­sät­ze nicht mehr ge­ne­rell aus. Dies kann sich bei der nächs­ten Wahl rä­chen

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Kategorie: Pazifismus und Antimilitarismus, Theorie & Praxis Stichworte: Die Waffe in ihrem Kampf, Linkspartei

21.04.2013

Pazifismus – Antimilitarismus – wo steht die DFG-VK?

Ein Diskussionspapier von Thomas Rödl (Stand 18.04.2013)

1. Pazifismus

Die DFG-VK definiert in ihrem Grundsatzprogramm den politischen Pazifismus:
Jeder Krieg ist ein Verbrechen…; wir verweigern alle Kriegsdienste…; wir wollen gewaltfreie Konfliktlösungen durchsetzen…
wir wollen die allgemeine und vollständige Abrüstung, die Abschaffung der Bundeswehr..
Frieden bedeutet die Verwirklichung von politischer, sozialer, und ökonomischer Gerechtigkeit…
und, was unsere Mittel betrifft, wir verzichten auf verletzende und tötende Gewalt…
„Aus der Überzeugung, dass sich Mittel und Ziel entsprechen müssen, verfolgt die DFG-VK ihre politischen Ziele ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln; diese schließen die Verletzung und Tötung von Menschen aus und zielen auf die Konfliktlösung durch Dialog.“
Diese Aussage zur Gewalt erhebt keinen Universalitätsanspruch und erfordert keinen individuellen Gewaltverzicht, z.B. keinen Verzicht auf Notwehr.

„Der Pazifismus der DFG-VK verlangt dauerhaftes politisches Handeln mit dem Ziel, Bedingungen für eine Welt ohne Krieg und Unterdrückung zu schaffen. Das bedeutet:
* die öffentlichkeitswirksame Propagierung von Abrüstung mit dem Ziel der völligen Entmilitarisierung;
* die Förderung von antimilitaristischem Bewusstsein mit dem Ziel der völligen Ächtung des Soldatentums;
* die öffentliche Diskussion über die Aufgabe von Soldaten: Das Töten im Krieg;“
(Zitate aus dem Programm der DFG-VK)

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Kategorie: Allgemein, Pazifismus und Antimilitarismus, Theorie & Praxis Stichworte: Forderungen, Friedensbegriff, Gewaltfreiheit

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