In der Zeitschrift, die vier mal im Jahr erscheint, erscheinen Beiträge aus pazidistischer sicht zu aktuellen Diskussionen und Ereignissen.
Pazifismus und Antimilitarismus
Mahatma Gandhi: “Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Frieden ist der Weg“
Gedanken zur Aktualität Gandhis anlässlich seines 60. Todestages am 30. Januar 2008
von Michael Schmid
Am 30. Januar 2008 ist es genau 60 Jahre her, seit der große indische Praktiker und Theoretiker der Gewaltfreiheit, Mohandas K. Gandhi, von einem Hindu-Fundamentalisten mit drei Revolverschüssen ermordet worden ist. Damit wurde dem Leben einer der größten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts ein Ende gesetzt. Unter Gandhis Führung beteiligten sich Millionen von Menschen am Freiheitskampf gegen die britische Kolonialherrschaft – und der größten Befreiungsbewegung des 20. Jahrhunderts gelang es, ohne Gewaltanwendung das koloniale Joch abzuschütteln. Zweifellos hat keiner mehr als Gandhi mit seinen Kampagnen der Nichtzusammenarbeit und des bürgerlichen Ungehorsams zum endgültigen Zusammenbruch des Britischen Weltreiches beigetragen.
Mobil machen gegen den Krieg

Bernd Drücke im Gespräch mit der ZivilCourage zu den Aufgaben alternativer Medien
ZivilCourage: Bernd, die GWR ist wohl eine der ältesten bundesweit erscheinenden Alternativzeitungen. Was könnt ihr mit einer Auflage von 3500-6500 Exemplaren überhaupt bewegen?
Bernd Drücke: Wir erreichen vor allem Bewegungsaktive aus der Friedens- und der Anti-AKW-Bewegung. Die werden dadurch motiviert und zu Aktionen angeregt. Und deshalb bewegt die Zeitung eine ganze Menge. Viele Menschen werden erst durch solche Zeitungen politisiert.
Gottloser Pazifismus
Der unter dem Titel „Kriegsdienste verweigern – Pazifismus aktuell“ im Oppo-Verlag erschienene Band dokumentiert „libertäre und humanistische Positionen“ mit der Absicht, die Verbindung von Pazifismus und Humanismus (womit in diesem Zusammenhang freidenkerische, atheistische und agnostische Positionen gemeint sind) zu fördern.
Das Buch ist durch eine zweifache Frontstellung gekennzeichnet: Einmal gegen die Dominanz religiöser Argumentationsweisen in den Friedensbewegungen, dann gegen die oft „realsozialistisch“ geprägten etatistischen und schon deshalb nicht pazifistischen Motive von Freidenkerverbänden. Das Gewaltpotential alter und neuer Religionen wird hervorgehoben, auch wenn zugestanden wird, dass in aller Welt viele antimilitaristische und gegen Gewalt sich wendende Bewegungen religiös inspiriert sind (S. 24).
Terroristen isolieren statt bekämpfen!
Im Kampf gegen die Taliban versagt das Militär. Kriegsgegner Thomas Carl Schwoerer beschreibt Alternativen zum konventionellen Kampf und verweist auf ein historisches Vorbild.
Vor 60 Jahren, am 30. Januar 1948, starb der Mahatma Gandhi – erschossen in Neu-Delhi von dem Hindu-Fanatiker Nathuram Godse. Ausgerechnet der Mann, der Formen des gewaltlosen Widerstands entwickelte und ab 1920 letztlich erfolgreich gegen die britische Herrschaft in Indien umsetzte, kam durch ein terroristisches Attentat ums Leben. Dem vorausgegangen waren die Spaltung Indiens in die beiden Teilstaaten Indische Union und Pakistan, ihre Entlassung aus der britischen Herrschaft am 15. August 1947 und Massenfluchtbewegungen von rund 12 Millionen Flüchtlingen vorausgegangen. Etwa 500.000 von ihnen starben.
»… da platzte aus einer dunklen Zeit ein neues Weltalter!«
Über pazifistische Krieger und kriegerische Mönche. – Ein Gespräch mit Konstantin Wecker führte Donna San Floriante in der jungen Welt vom 10.11.2007
Konstantin Wecker ist Musiker und Sänger. Er spielt am 15. November ab 20 Uhr im Berliner Tempodrom.
Donna San Floriante:
Konstantin Wecker, daß Sie konsequent gegen Kriegsbeteiligungen der Bundeswehr, gegen Sozialabbau und ein engagierter Antifaschist sind, dürfte den Leserinnen und Lesern dieser Zeitung bekannt sein. Wenn es Ihnen recht ist, wollen wir auf tiefere Schichten des Politischen und Persönlichen zu sprechen kommen.