Die „Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen“, ein Mitgliedsverein der DFG-VK, informiert heute, dass Martin Otto am 29.11.2007 eine gegen ihn verhängte Freiheitstrafe wegen der Inspektion des Atomwaffenstandortes antreten wird und sie als „Mahnwache hinter Gittern“ versteht.
Stuttgart/Wetzlar, 24. Oktober 2007
23. „Mahnwache hinter Gittern für eine atomwaffenfreie Welt“
Am kommenden Montag, 29. Oktober, wird Martin Otto aus Wetzlar, Mitglied der GAAA, eine Ersatzfreiheitsstrafe in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt/Main IV antreten, die er als eine „Mahnwache hinter Gittern für eine atomwaffenfreie Welt“ versteht. Er ist zu einer Geldstrafe von 100 € verurteilt worden, weil er sich am 9.8.2005 – dem 60. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki – an einer Go-In-Aktion in die US-Atomwaffeneinsatzzentrale EUCOM in Stuttgart beteiligt hatte. Mit zwei anderen Aktiven der GAAA hatte er den Zaun des Militärgeländes aufgeschnitten, das Areal unerlaubt betreten und dort u.a. ein Transparent mit der Aufschrift „EUCOM schließen – Atomwaffen abschaffen!“ hinterlassen.
Waffen & Rüstung
Krieg in Kinderköpfen. Von virtuellen Welten zur realen Gewalt
Ein neues Projekt für die Schule und die Jugendarbeit im Rahmen der Kleinwaffenkampagne der DFG-VK
Von Jürgen Grässlin und Stephan Möhrle
Die modernen Medien, wie Internet, Fernsehen, Handys, Gameboys und Computerspiele, beeinflussen und verändern die Kindheit in nie gekanntem und zumeist weit unterschätztem Ausmaß. Sie hinterlassen ihre Spuren in Gehirnen bis hin zur Veränderung von Synapsen, was einer breiten Öffentlichkeit spätestens seit den empirischen Untersuchungen des Ulmer Hirnforschers Manfred Spitzer bekannt ist. Laut Spitzer verbringen Kinder und Jugendliche heutzutage durchschnittlich eine Stunde mehr Zeit vor dem Fernseher und Computer als in der Schule, die für viele inzwischen eine unliebsame Unterbrechung der mediendominierten Freizeit darstelle. „Bildschirm-Medien machen dick und krank, wirken sich in der Schule ungünstig auf die Aufmerksamkeit und das Lesenlernen der Kinder aus und führen zu vermehrter Gewaltbereitschaft sowie tatsächlicher Gewalt“, so Spitzers vernichtendes Urteil.
Geheimakte Atombomben – Bundeswehrpiloten trainieren den Nuklear-Einsatz
Die Atombomben sollen nach Hause zurückkehren, nach Amerika. Dieser Meinung ist auch eine deutliche Mehrheit im deutschen Bundestag – über alle Parteien-Grenzen hinweg. Bis auf die CDU. Da sollte sich doch diese Mehrheit einfach noch stärker formieren und aktiv werden, um die Waffen endlich aus Deutschland zu entfernen.
[Weiterlesen…] Infos zum Plugin Geheimakte Atombomben – Bundeswehrpiloten trainieren den Nuklear-EinsatzAtomwaffensta ndort Büchel
von Otfried Nassauer
Der Bundeswehrfliegerhorst Büchel in der Eifel beheimatet das Jagdbombergeschwader 33 der Bundesluftwaffe. Die beiden fliegenden Staffeln des Geschwaders sind seit den achtziger Jahren mit dem zweisitzigen Jagdbomber Tornado IDS ausgerüstet und werden im Kriegsfall zum Luftangriff eingesetzt. Der besonders für Einsätze im Tiefflug konzipierte Jagdbomber kann eine Vielzahl konventioneller Bomben und Raketen tragen, aber auch amerikanische Atomwaffen vom Typ B-61. Die nukleare Rolle unterscheidet das Geschwader in Büchel heute von den restlichen Tornado-Einheiten der Bundeswehr.
Die Besatzungen werden schon in Friedenszeiten für den Atomwaffeneinsatz ausgebildet. Die Nuklearwaffen werden von den USA bereitgestellt und auf dem Flugplatz gelagert. Sie bleiben stets unter Kontrolle der US-Luftwaffe bis der US-Präsident sie freigegeben hat.
Waldkircher Erklärung zum Rüstungsexport – Skandal ohne Grenzen – den Waffenlieferungen muss Einhalt geboten werden!
Trotz aller gesetzgeberischen und politischen Vorkehrungen stiegen die deutschen Waffenexporte in den vergangenen Jahren stetig – zuletzt sogar rasant – an. Wie das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI errechnete, steigerte Deutschland den Export konventioneller Waffen von 1,5 Milliarden Dollar im Jahre 2005 auf – sage und schreibe – 3,8 Milliarden im Jahre 2006. Damit avancierte Deutschland zum drittgrößten Waffenexporteur der Welt. Gleich hinter den USA und Russland. So geschehen 17 Jahre nach der deutsch- deutschen Vereinigung und trotz eines weitgehend befriedeten europäischen Kontinents. Dieser dramatische Zuwachs ist nicht im Mindesten nachvollziehbar.
Mit dem Kriegswaffenkontrollgesetz (KWKG), dem Außenwirtschaftsgesetz (AWG) und den „Politischen Grundsätzen der Bundesregierung für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern“ verfügt die Bundesrepublik Deutschland zwar über ein im internationalen Vergleich als restriktiv geltendes Rüstungsexportkontrollregime, aber diese Regelungen haben den Skandal ohne Grenzen nicht verhindert.
Aufruf zur Befehlsverweig erung
Die Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen stellt
http://www.gaaa.org/aktuell-04.pdf
Aufruf zur Befehlsverweigerung
vor.
Angesichts des anhaltenden völkerrechtswidrigen Afghanistankrieges und eines möglicherweise bevorstehenden Irankrieges lassen sich diese bestens an Bundeswehrstandorten und vor Abgeordnetenbüros verteilen.
Sinnvoll ist in diesem Zusammenhang auch die Verteilung der englischen
Aufrufe an US-Militärstandorten u.a. am vierten Jahrestag des Irakkriegsbeginns um den 21.3.2007.