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Friedenslogik – eine Alternative zu militärischen Sicherheitslogik!

Wie können wir gesellschaftliche Sicherheit stärken und Frieden nachhaltig gestalten – jenseits militärischer Antworten?

Mit dieser Frage beschäftigte sich am 21. Juni 2026 eine gemeinsame Veranstaltung der AG Friedenslogik im DFG-VK Bundesverband, des DFG-VK Landesverbands Hessen sowie des Alois-Stoff-Bildungswerks der DFG-VK NRW in Kassel.

Hier geht’s zum Vortrag auf Youtube.

Zahlreiche Friedensaktive, DFG-VK-Mitglieder und Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich mit dem Konzept der Friedenslogik auseinanderzusetzen. In ihrem Vortrag „Friedenslogik verstehen – friedensfähig werden!“ stellte Prof. em. Dr. Hanne-Margret Birckenbach, Trägerin des Göttinger Friedenspreises 2023, wissenschaftliche und praktische Ansätze vor, wie Konflikte konstruktiv bearbeitet und gesellschaftliche Sicherheit ohne militärische Eskalation gestärkt werden können.

Im anschließenden Workshop „Nein zur Wehrpflicht – friedenslogisch argumentieren. Dialogfähigkeit stärken!“ wurden die vorgestellten Ansätze auf aktuelle politische Debatten übertragen. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden, wie friedenslogische Argumentation in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen gestärkt und Dialogfähigkeit gefördert werden kann.

Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz: Die große Beteiligung, die engagierten Diskussionen und der intensive Austausch zeigten das große Interesse an friedenspolitischen Alternativen zu Aufrüstung und Militarisierung.

Für alle, die nicht dabei sein konnten oder die Inhalte noch einmal nachhören möchten: Der Vortrag von Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach ist ab sofort auf unserem YouTube-Kanal verfügbar.

Prof. em. Dr. Hanne-Margret Birckenbach ist Trägerin des Göttinger Friedenspreises 2023 und forscht seit vielen Jahren zu Friedens- und Konfliktforschung, Menschenrechtspolitik und internationalen Organisationen.

Über die AG Friedenslogik

Krisen, Spannungen und Gewalt in all ihren Formen bis hin zum (Atom-)Krieg beherrschen die Schlagzeilen. Angst und Feindbilder verstärken sich. Sicherheitsapparate werden ausgebaut, Streitkräfte aufgerüstet, Zäune und Mauern errichtet.

Viele Menschen erkennen, dass dies eine zerstörerische Entwicklung ist. Sie fühlen sich aber oft ohnmächtig oder sind wütend. Welche konkreten Auswege gibt es? Welche politischen Weichen müssen gestellt werden, um Frieden und nicht neue gewaltträchtige Krisen zu produzieren? Wie können Konflikte konstruktiv unter Einschluss der Menschenrechte transformiert werden? Wie lassen sich Friedensprozesse nachhaltig gestalten, in denen auch die menschliche Sicherheit erhöht, Menschenrechte besser umgesetzt und die natürlichen Lebensgrundlagen geschützt werden?

Ein friedenslogisches Herangehen ermöglicht Handlungsansätze, die aus der Gewaltspirale hinausführen. Friedenslogische Reflexion führt zu Veränderungen, besonders im Blick sind die Beziehungen zwischen Einzelnen, Gruppen und Staaten, alle Strukturen und Prozesse, die Gewalt erzeugen sowie die Methoden und Instrumente zur Konfliktbearbeitung wie z.B. die Soziale Verteidigung.

Wer durch die friedenslogische Brille blickt, erkennt vielfältige Handlungsmöglichkeiten. Im friedenslogischen Denken spielt auch die Zivilgesellschaft eine wichtige Rolle in der Vorbeugung gewaltsamer Konfliktaustragung, der Konflikttransformation und Festigung des Friedens. Die DFG-VK arbeitet seit einiger Zeit am Thema Friedenslogik. So gibt es in unserem Shop einen Flyer dazu.

Im Februar 2025 fand in Stuttgart ein Seminar „Frieden machen mit Friedenslogik und Sozialer Verteidigung“ statt, mit der Friedensforscherin Barbara Müller, mit dem Bundessprecher der DFG-VK, Jürgen Grässlin, Stephan Brües vom Bund für Soziale Verteidigung und Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW. Hier gibt es die Videos mit den Vorträgen von Jürgen Grässlin sowie von Joachim Schramm.

Barbara Müller hat 2025 ein Buch veröffentlicht, dessen Thema auch Gegenstand ihres Workshops bei unserem Seminar war: „Kämpferische Demokratie. Militärische Besetzung und gewaltlose Befreiung des Ruhrgebiets 1923-1925.“ Irene Publishing, Sparsnäs 2025.

Kontakt zur AG Friedenslogik der DFG-VK gibt es über: friedenslogik@dfg-vk.de

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