Am 6. Juni 2026 präsentierte sich die Bundeswehr erneut beim bundesweiten „Tag der Bundeswehr“ an zahlreichen Standorten als moderne und attraktive Arbeitgeberin. Mit Vorführungen von Militärgerät, Waffenschauen, Mitmachangeboten und Werbeaktionen versuchte die Bundeswehr, insbesondere junge Menschen für den Militärdienst zu gewinnen und die gesellschaftliche Akzeptanz von Aufrüstung und Militär zu stärken.
Doch auch der Protest gegen diese Militärwerbeveranstaltung blieb nicht aus. An verschiedenen Standorten beteiligten sich Friedensgruppen, antimilitaristische Initiativen und Einzelpersonen an Aktionen im Rahmen der Kampagne „Kein Tag der Bundeswehr“. Sie kritisierten die Veranstaltung als Teil einer zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft und wandten sich gegen die Normalisierung von Krieg und Militär im öffentlichen Raum.

Die Aktionen reichten von Kundgebungen über kreative Protestformen bis hin zu Informationsständen. Dabei machten die Aktivist*innen auf die Folgen von Krieg, Aufrüstung und Waffenexporten aufmerksam und warben für zivile Konfliktlösungen, Abrüstung und Friedenspolitik.
„Während Milliarden für Aufrüstung bereitgestellt werden und die Bundesregierung die Kriegstüchtigkeit der Gesellschaft zum politischen Ziel erklärt, braucht es eine starke Stimme für Frieden und Gewaltfreiheit“, heißt es in Kampagne „Kein Tag der Bundeswehr“. Die Bundeswehr werbe gezielt bei Jugendlichen und Kindern um Zustimmung zum Militär, während die realen Folgen von Kriegen – Tod, Leid, Flucht und Zerstörung – ausgeblendet würden.

An mehreren Standorten wurden zudem die enormen Kosten der aktuellen Aufrüstungspolitik thematisiert. Die Friedensaktivist*innen kritisierten, dass immer mehr öffentliche Mittel in militärische Projekte fließen, während in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, sozialer Infrastruktur oder Klimaschutz dringend Investitionen benötigt würden.
Die Kampagne „Kein Tag der Bundeswehr“ begleitet den Aktionstag der Bundeswehr seit vielen Jahren kritisch. Ziel ist es, den öffentlichen Werbeveranstaltungen des Militärs eine friedenspolitische Perspektive entgegenzusetzen und über Alternativen zu militärischer Sicherheitspolitik zu informieren.

Die DFG-VK bedankt sich bei allen Menschen, die sich am 6. Juni an den Protesten beteiligt haben. Gerade in Zeiten zunehmender Aufrüstung und militärischer Eskalation bleibt es wichtig, öffentlich für Frieden, Abrüstung und zivile Konfliktbearbeitung einzutreten.
Weitere Informationen zur Kampagne und Berichte aus den einzelnen Protestorten finden sich auf: www.kein-tag-der-bundeswehr.de
Gemeinsam bleiben wir laut gegen Militarisierung und Krieg – für eine friedliche und solidarische Gesellschaft.
