• Skip to main content

Deutsche-Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

  • Informieren
    • Kampagnen
      • Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!
      • Aktionsbündnis: atomwaffenfrei.jetzt
      • Killerroboter stoppen!
      • Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr
      • Weitere Kampagnen
    • Unsere Themen
      • Anti-Militarisierung
      • Kriege & Konflikte
      • Waffen & Rüstung
      • Theorie & Praxis
      • Positionen von A-Z
    • Pressemitteilungen
    • Kriegsdienstverweigerung
  • Mitmachen
    • Mitglied werden
    • Landesverbände
    • Ortsgruppen
    • Jugend
    • Unser Friedensmobil
    • Aktionsmaterial
    • Newsletter abonnieren
  • Über uns
    • Die DFG-VK
      • Unsere Geschichte
      • Organigramm
      • Satzung der DFG-VK
      • Programm
      • DFG-VK Bundessprecher*innen
      • Konfliktberatung
      • Positionspapier Außenpolitik
      • AG Friedenslogik
    • Kontakt
    • Partner*innen
    • Magazin ZivliCourage
    • CvO-Solidaritätsfonds
    • BvS-Stiftung
  • Spenden
  • Shop
  • Suche

ZivilCourage

25.08.2026

DFG-VK Historisch: Totalverweigerung

Die Frage der totalen Verweigerung begleitet die Friedensbewegung seit Jahrzehnten – auch innerhalb der DFG-VK wurde und wird sie intensiv diskutiert. Der folgende historische Beitrag beleuchtet eine Debatte aus den 1970er-Jahren, in der unterschiedliche Positionen zur vollständigen Ablehnung von Militär- und Zivildienst aufeinandertreffen. Viele der damals formulierten Argumente wirken bis heute nach und spiegeln Konfliktlinien wider, die auch gegenwärtig im Verband und in der antimilitaristischen Bewegung verhandelt werden. In unserer Rubrik „DFG-VK historisch“ werfen wir einen Blick zurück auf diese Auseinandersetzung und laden dazu ein, sie im heutigen Kontext neu zu betrachten. Dieser Meinungsbeitrag von Ulli Thiel erschien in der ZivilCourage Nr. 7/8, Juli/August 1975, im ersten Jahr des damals neu gegründeten Magazins.

Die Meinung –  Ulli Thiel – Totalverweigerung?

Seit letztem Jahr versucht eine Gruppe junger französischer, italienischer, deutscher, Schweizer und holländischer Pazifisten durch den Akt der totalen Verweigerung den Kampf gegen den Militarismus zu führen. Die Widerständler verweigern in ihren Ländern jegliche Zusammenarbeit mit dem Militär und lehnen sowohl den militärischen Zwangsdienst als auch dessen Ersatz in Form eines Zivildienstes ab. Ihr erklärtes Ziel ist es zudem, durch ihre internationale kollektive Widerstandskampagne die Diskussion über die Rolle der Armee und der staatlichen Zwangsdienste aufzunehmen. Ein wichtiger Aspekt in der Kampagne ist deren internationaler Charakter.

Angesichts der internationalen Verflechtung auf militärischer und wirtschaftlicher Ebene wie Militärbündnisse und multinationale Konzerne können wirkliche Veränderungen nur durchgesetzt werden, wenn wir die internationale Dimension erfassen und solidarisch über Grenzen hinweg handeln. Wichtig ist ebenfalls, dass die Kampagne nicht bei der Erörterung der Möglichkeit der totalen Verweigerung stehen bleibt, sondern konkrete internationale Aktionen durchführt.

Eine erste Aktion fand im Oktober 1974 in Straßburg statt, wo etwa 30 Antimilitaristen und Pazifisten einem Vertreter des Europaparlaments ihre Wehrpässe aushändigten. Bei einer Pressekonferenz am gleichen Tag verbrannten drei Totalverweigerer aus Frankreich öffentlich ihre Einberufungsbefehle. Die Reaktion auf die Widerstandskampagne vonseiten der Behörden ließ nicht lange auf sich warten, mehrere der Mitglieder wurden festgenommen und zum Teil auch schon zu langen Gefängnisstrafen verurteilt.

Wenn wir heute zu einer nüchternen Einschätzung der Möglichkeiten der totalen Verweigerung kommen wollen, so sollten wir uns in erster Linie mit dem befassen, was von den Mitgliedern der Widerstandskampagne dargelegt und praktiziert wird. Jene Form der totalen Verweigerung, die sich lediglich auf die Verweigerung beider Dienste beschränkt und darüber hinaus keine politischen Perspektiven besitzt und keinen Widerstand gegen Militarismus und Kriegsvorbereitung einbezieht, steht hier nicht zur Diskussion. Wird aber mit der totalen Verweigerung pazifistisches und antimilitaristisches Engagement, und dies noch auf internationaler Ebene, verbunden, so scheint mir dieser Weg des Eintretens für friedliche Strukturen eine wichtige und ernst zu nehmende Kampfform zu sein.

In vielen Punkten ist dem, was die Totalverweigerer veranlasst, den Ersatz oder Zivildienst abzulehnen, zuzustimmen. Der heutige Zivildienst ist kein Friedensdienst, nicht bei uns und erst recht nicht in anderen europäischen Ländern. Gerade dort trägt er oft den Charakter des reinen Arbeitsdienstes. Auch langfristig ist nicht zu erwarten, dass der Staat die Kriegsdienstverweigerer in Stellen einsetzt, in denen unfriedliche Strukturen oder gar Kriegsursachen beseitigt werden können. Kriegsdienstverweigerer werden als billige Arbeitskräfte und Lückenbüßer im sozialen Bereich eingesetzt, in dem chronischer Arbeitskräftemangel herrscht.

Der Zivil- oder Ersatzdienst besitzt gegenüber dem Militärdienst keine Eigenständigkeit, sondern unterliegt den Bestimmungen und Bedürfnissen der herrschenden Militärpolitik. Mit anderen Feststellungen werden wir uns dagegen etwas differenzierter auseinandersetzen müssen, insbesondere die Frage nach dem Zwang des Dienstes lässt sich nicht so einfach beurteilen, wie es der amerikanische Totalverweigerer John Braxton tut, wenn er sagt, „ein Dienst an der Gesellschaft, der unter Zwang geleistet wird, ist überhaupt kein Dienst, sondern Knechtschaft, und dafür ist kein Platz in einer Demokratie“.

Der Argumentation mit dem Zwangsdienst, die sich wie ein roter Faden durch die Begründung für die totale Verweigerung zieht, scheint mir auch bei anderen Totalverweigerern sehr überzogen zu sein. Lehnt ein Kriegsdienstverweigerer den Ersatz oder Zivildienst nur deswegen ab, weil er vom Staat verordnet ist, so müsste er in letzter Konsequenz auch andere vom Staat verlangte Leistungen und Pflichten verweigern, wie Steuern oder Schulbesuch, dies geschieht aber nicht. Wichtig scheint mir auch eine Differenzierung bei der Einschätzung des Ersatzdienstes zu sein. Länder, in denen als Alternative ein Arbeitsdienst angeboten wird, der zudem die Dauer des Militärdienstes weit überschreitet, sollte man nicht unkritisch mit jenen Ländern gleichsetzen, die den Kriegsdienstverweigerern andere Möglichkeiten bieten.

Die größten Schwierigkeiten bei der Kampagne für totale Verweigerung scheinen meiner Meinung nach darin zu bestehen, ihre Zielsetzung und Inhalte in der Öffentlichkeit zu vermitteln; da es schon für Zivildienst leistende Kriegsdienstverweigerer schwierig ist, nicht als Drückeberger diffamiert zu werden, dürfte es für den totalen Verweigerer noch weitaus aussichtsloser sein, von der Gesellschaft anerkannt und ernst genommen zu werden.

Alle Argumente, dass man keinen Zivildienst leisten wird, weil es kein echter Friedensdienst sei, werden als Vorwand ausgelegt dafür, dass man der Gesellschaft überhaupt keinen Dienst leisten und sich drücken wolle. Auch der Hinweis, dass man in eigener Regie einen Friedensdienst etwa in freiwilligen Alternativdienstprojekten oder Bürgeraktionen absolvieren werde, wird den ausgesprochenen Verdacht nicht entkräften. Es ließen sich wohl noch eine Reihe weiterer Argumente für oder gegen die Widerstandsform der totalen Verweigerung anführen. Das Ergebnis wird nach Abwägen des Pro und Contra auch dann wohl immer dies sein: Jeder Kriegsdienstgegner muss sich ausgehend von der ganz konkreten Situation in seinem Land selbst entscheiden, welchen Widerstand er für richtig hält. Empfehlungen zu geben oder gar einen Absolutheitsanspruch in dieser Frage zu erheben, würde eher schaden und droht außerdem die friedenspolitische Opposition in Europa zu spalten. Viel wichtiger als ein möglicher Streit um den richtigen Weg ist es in der gegenwärtigen Situation, dass sich Totalverweigerer und Zivildienstleistende auf gemeinsame Zielsetzungen besinnen und miteinander versuchen, die Kriegsursachen zu beseitigen.

Dieser Beitrag erscheint in der ZivilCourage Ausgabe 2/2026

Kategorie: Zivilcourage Stichworte: Totalverweigerung, ZivilCourage

17.12.2019

Neue ZivilCourage und erster DFG-VCast

Einen Monat ist unser 22. Bundeskongress nun her. In der neuesten Ausgabe unsere Mitgliedszeitschrift ZivilCourage kann unter anderem nachgelesen werden, was in Frankfurt am Main so los war – mit einem Klick geht es zur neuesten Ausgabe. Außerdem ist vor Kurzem die erste Ausgabe unseres neuen Podcasts erschienen. Die erste Folge des DFG-VCast thematisiert unseren Bundeskongress und unsere zukünftigen Projekte – der Podcast ist hier abrufbar. Wir wünschen gute Information!

Kategorie: Allgemein, Theorie & Praxis Stichworte: DFG-VCast, ZivilCourage

02.02.2018

Neue ZivilCourage erschienen!

Das Heft enthält diese Artikel, die markierten sind hier direkt online abrufbar:

  • Kathrin Vogler: Pazifistische Standortbestimmung und Perspektiven
  • Margot Käßmann: „Bertha von Suttner ist mir ein Vorbild“
  • Guido Grünewald: Frieden ist machbar! 125 Jahre DFG
  • Abschlussresolution des Bundeskongresses
  • Bernd Drücke:
  • Licht und viel Schatten
  • Die Wahlergebnisse für den BundessprecherInnenkreis, die Geschäftsführung und weitere Funktionen
[Weiterlesen…] Infos zum Plugin Neue ZivilCourage erschienen!

Kategorie: Allgemein Stichworte: ZivilCourage

21.02.2014

BoA und Uno

Bundeswehr kann abgeschafft werden zugunsten einer übergeordneten Organisation (z.B. der Uno)
Von Thomas Rödl

„Bundeswehr abschaffen“ oder „Militär abschaffen“ ist eine richtige Parole, aber noch kein politisches Konzept. „Bundeswehr abschaffen“ meint die bedingungslose einseitige Abrüstung der BRD, aber als Einstieg in und als Beitrag zur allgemeinen und vollständigen Abrüstung. Es bedeutet also ausdrücklich nicht: BRD ohne Militär – und ansonsten bleibt alles wie bisher in der Staatenwelt.


Braucht es eine bewaffnete Macht, die in Konflikte eingreift, wenn es keine Bundeswehr mehr gibt? Diese Frage sollten wir ernsthaft erörtern – und nicht als Propaganda abtun. Viele Menschen, die mit uns Frieden und Abrüstung wollen, meinen, es sei in bestimmten Fällen notwendig, militärisch einzugreifen – zugunsten von Menschenrechten, zur Verhinderung von Völkermord und dergleichen. Dies zeigen die vielfältigen Diskussionen der letzten 20 Jahre, seit wir BoA (Bundesrepublik ohne Armee) verfolgen. Mir ist dabei völlig bewusst, dass dieses Argument durch die mediale Darstellung der (Bürger-)Kriege der Gegenwart, u.a. in Ex-Jugoslawien, beeinflusst war und ist. Die jeweiligen imperialistischen Interessen und Machenschaften dabei aufzuzeigen, ist notwendig aber nicht hinreichend.
Die Bundeswehr ist die bewaffnete Macht eines Nationalstaates, der BRD, als solche ist sie abzuschaffen, dafür braucht es keinen Ersatz. „Abschaffung zugunsten einer überstaatlichen Organisation wie z.B. der Uno“ ist missverständlich und wird deshalb nacholgend erläutert:
Es braucht keinen Ersatz für die bewaffnete Macht eines Nationalstaates, weil wir nicht an die Notwendigkeit und Möglichkeit des Verteidigungskrieges glauben und auch den Verteidigungskrieg als Verbrechen betrachten. Weil wir den imperialistischen Raubkrieg („Sicherung der Rohstoffe“) ablehnen und verhindern wollen, nicht nur, weil er rechtswidrig ist.
Andererseits können wir nicht ausschließen, dass es zu Konflikten kommt, in welchen Völkermord oder gravierende Verbrechen drohen oder stattfinden, wo politische und zivile Mittel versagt haben oder nicht mehr gegeben sind, staatliche Strukturen nicht vorhanden sind oder Regierungen Verbrechen gegen die Bevölkerung begehen. In solchen Szenarien kann der Einsatz einer Uno-Polizeitruppe sinnvoll sein (Szenarien wie z.B. in Ruanda, Sudan-Darfur, dem Bürgerkrieg in Sierra Leone).

Eine Uno-Truppe wäre im Rahmen von Abrüstung akzeptabel

Meine These: Eine bewaffnete Polizeitruppe im Sinne der Uno-Charta und unter einem neutralen Kommando ist als Struktur und Konzept akzeptabel; und sie kann dazu beitragen, mehr Akzeptanz für unsere Politik zu erreichen.
Eine Beschäftigung mit diesem Konzept kann zeigen, dass diese Polizeitruppe unter den gegebenen Umständen unwahrscheinlich ist, solange wir nicht Abrüstung durchsetzen. Zustimmung zu einem derartigen Konzept kann es nur geben, wenn und insofern es Teil eines Programmes für Abrüstung ist (also nicht: Uno-Polizeitruppe installieren und ansonsten bleibt alles, wie es ist).
Für eine internationale Polizeitruppe der Uno sollte die BRD Finanzmittel, Material, Strukturen und Stützpunkte zur Verfügung stellen, die derzeit von der Bundeswehr genutzt werden.
„Struktur und Konzept“ soll heißen, über einen Einsatz ist im Einzelfall zu entscheiden – er kann auch scheitern oder von vorneherein sinnlos sein.

Fragen zur Uno-Polizei

1) Wer greift ein – eine internationale Polizeitruppe unter Kommando der UNO. Ein gemeinsames Oberkommando der Vereinten Nationen ist in der Charta vorgesehen, aber nie realisiert worden, weil die Großmächte das nicht wollen. Dieses Oberkommando müsste neutral, nur an der UN-Charta orientiert sein, loyal gegenüber dem Völkerrecht bzw. den Menschenrechten und unabhängig von den Interessen der Großmächte, bzw. allgemein unabhängig von nationalstaatlichen Interessen.
2) Wer entscheidet, wer hat die Führung? Der Sicherheitsrat in der jetzigen Form wird nur das beschließen, was den Interessen der fünf Atommächte nicht widerspricht. Diese Fünf, allen voran die USA, haben am häufigsten durch ihre Kriege gegen das Völkerrecht verstoßen. Solange die Veto-Mächte durch ihren Atommacht- Status privilegiert sind, wird sich daran nichts ändern. Solange werden sie auch bei Einsatzentscheidung und Führung mitreden. Die Privilegierung der Atommächte kann nur durch und in einem Prozess der Entmilitarisierung und Abrüstung überwunden werden.
3) Wozu – zur Verhinderung von Völkermord und evtl. Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Kriterien für Eingreifen/Einsatz sind aufzustellen; enge Verbindung mit präventiver (diplomatischer, ziviler?) Konfliktbearbeitung und dem internationalen Strafgerichtshof.
4) Womit – mit angemessenen polizeilichen Mitteln. Solche Mittel und Methoden beinhalten leichte Waffen, Ziel ist immer, Verbrechen zu verhindern und Täter vor Gericht zu bringen – Es gibt keine Optionen und Mittel gegen eine überlegene Militärmacht – d.h. die USA aus Irak oder Afghanistan oder China aus Tibet rauszuwerfen oder die Kriege z.B. der indischen Regierung gegen Separatisten zu beenden ist nicht möglich. Brauchbar ist ein solches Konzept aber für ein Szenario wie in Darfur, Somalia, Ruanda.

Diese kurzen Überlegungen zeigen, dass es eine neutrale, dem Völkerrecht verbundene Polizeitruppe unter den gegebenen internationalen Verhältnissen nicht geben wird. Der „Schutz der Menschenrechte“ kann glaubwürdigerweise nicht von imperialistischen Großmächten, sondern nur von international zusammenarbeitenden Nicht-Regierungs-Organisationen betrieben werden; deren Möglichkeiten und Wirksamkeit sind aber sehr begrenzt ist.


„Bundeswehr abschaffen“ zielt auf einen Einstieg in die allgemeine Abrüstung, zielt darauf, durch Entmilitarisierung bewaffnete Konflikte und Krieg immer unwahrscheinlicher zu machen, völker- rechtliche Konfliktregelungen durchzusetzen, zivile Konfliktbearbeitung zu ermöglichen. Daher ist die Forderung „Bundeswehr abschaffen“ sinnvollerweise zu verbinden mit Stopp der Rüstungsexporte, Unterbindung des illegalen Waffenhandels, Stopp der Rüstungsproduktion, Zivile Konfliktbearbeitung etc., wie wir das mit Schritte zur Abrüstung bzw. Zukunft sichern-Abrüsten getan haben und tun.
Wer mit uns für Abrüstung eintreten will und an die Notwendigkeit einer internationalen Polizeitruppe glaubt, sollte uns willkommen sein. Und: Bisher drückt sich die DFG-VK um das Thema „Responsibility to Protect“ („Verantwortung zum Schutz“, vgl. den Artikel von Christoph Strässer „Das Völkerrecht weiterentwickeln“ in der Zivilcourage 3/2013). Mit der Einordnung in eine Abrüstungspolitik, wie ich sie hier skizziert habe, hätten wir sehr wohl etwas zu sagen.

Thomas Rödl ist Sprecher des DFG-VK-Landesverbands Bayern.
Der Beitrag ist der Zivilcourage 1-2014 im Februar 2014 entnommenhttp://www.zivilcourage.dfg-vk.de

Kategorie: Abrüstung und Konversion, Anti-Militarisierung, Bundeswehr abschaffen, Pazifismus und Antimilitarismus, Stoppt den Waffenhandel, Theorie & Praxis, Zivile Konfliktlösung Stichworte: ZivilCourage

21.02.2014

Mehrheit oder Konsens?

Über angemessene Entscheidungsverfahren in der Friedensbewegung
Von Kai-Uwe Dosch und Renate Wanie

Mehrheitlich getroffene Entscheidungen in Friedensgruppen sind manchmal sehr umstritten, wenn nicht umkämpft. Ein gutes Beispiel für diese Widersprüchlichkeit zwischen friedlichen Inhalten und umkämpften Entscheidungen stellt die Beratung über das Programm auf dem letzten Bundeskongress der DFG-VK dar.


Dies ist ein guter Anlass für eine Beschäftigung mit den Entscheidungsverfahren der DFG-VK. Die Mehrheitsentscheidung gilt zwar als fundamentales Prinzip der Demokratie und wird in vielen Bereichen fraglos akzeptiert. Viel zu wenig bekannt ist dagegen das Konsensverfahren, das auf einer herrschaftsfreien Haltung basiert.

[Weiterlesen…] Infos zum Plugin Mehrheit oder Konsens?

Kategorie: Pazifismus und Antimilitarismus, Theorie & Praxis Stichworte: Entscheidungsverfahren, ZivilCourage

21.12.2010

„Steigt aus der Kriegsforschun g aus!“

Interview von Guido Grünewald mit dem US-amerikanischen Whistleblower Subrata Goshroy über Lügen, Tricks und Verquickungen der Rüstungsforschung
https://zivilcourage.dfg-vk.de
für Zivilcourage 5-2010



ZivilCourage: Militärische Forschung ist ein Bestandteil des militärisch-industriellen-wissenschaftlichen Komplexes, über den wenig bekannt ist. Wie hat sich die militärische Forschung in den USA entwickelt, welchen Umfang hat sie und wie ist sie strukturiert?

Subrata Goshroy: Es ist richtig, dass selbst gut informierte Menschen wenig über den Umfang der militärischen Forschung wissen. Unter militärischer Forschung verstehe ich im Folgenden die Forschung, die vom US-Militär unterstützt wird. Der Hauptzweck dieser Forschung besteht zwar darin, bessere Technologien für militärische Systeme zu entwickeln, aber das Pentagon finanziert auch Forschung zu Krebs.

In großem Maßstab begann Rüstungsforschung im Zweiten Weltkrieg. Zu dieser Zeit gingen forschungsorientierte Universitäten wie das Massachussets Institute of Technology (MIT) eine enge Verbindung mit dem Militär ein, das große Geldsummen für wissenschaftliche Forschung zur Verfügung hatte. Während des kalten Krieges florierte der Forschungskomplex, da sich die USA darauf konzentrierten, gegenüber der Sowjetunion die technologische Überlegenheit zu erreichen. Das Forschungsbudget des Pentagon namens Research, Development, Test and Evaluation (RDT&E) umfasst verschiedene Kategorien und ist heute auf den enormen Betrag von mehr als 80 Milliarden US-Dollar angewachsen.

[Weiterlesen…] Infos zum Plugin „Steigt aus der Kriegsforschun g aus!“

Kategorie: Stoppt den Waffenhandel, Waffen & Rüstung Stichworte: Waffenhandel, Waffenindustrie, ZivilCourage

  • Seite 1
  • Seite 2
  • Go to Next Page »
  • Mitglied werden
  • Spenden
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung

Copyright © 2026 Deutsche-Friedensgesellschaft Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen · Anmelden