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Minen

16.09.2025

Verbot von Antipersonenminen und Streumunition verteidigen!

Unterschiedslose Waffen weltweit verbieten! – Organisationen fordern entschlossenes Handeln gegen den Ausstieg mehrerer Staaten aus humanitären Abrüstungsverträgen.

Vor dem Brandenburger Tor haben heute Organisationen der Zivilgesellschaft, von denen viele in Kriegs- und Konfliktgebieten arbeiten, gegen den Ausstieg von Staaten aus den Verträgen zum Verbot von Antipersonenminen und Streumunition und für ein universelles Verbot dieser Waffen protestiert. Am 18. September jährt sich die Verabschiedung der Ottawa-Konvention, die den Einsatz, die Lagerung, die Produktion und den Transfer von Antipersonenminen verbietet. Die Konvention gilt als Meilenstein der humanitären Abrüstung und wurde bisher von über 160 Staaten unterzeichnet, darunter Deutschland. Gleiches gilt für die Oslo-Konvention zum Verbot von Streumunition mit über 120 Unterzeichnerstaaten. Streumunition verteilt großflächig bis zu mehrere hundert Sprengsätze, von denen viele nicht explodieren und dann wie Minen wirken. Beide Völkerrechtsverträge stehen für die Einsicht einer überwältigenden Mehrheit von Ländern, dass diese Waffen keine Sicherheit, sondern dauerhaft Leid schaffen. Antipersonenminen und Streumunition sind völkerrechtlich geächtet, weil sie unterschiedslos wirken und rund 85 Prozent ihrer Opfer Zivilist*innen sind, darunter viele Kinder.

In Europa droht jetzt ein großer Rückschritt: Als Reaktion auf den russischen Einsatz von Antipersonenminen im völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine haben mit Estland, Lettland, Litauen, Finnland und Polen derzeit mehrere Staaten mit Grenzen zur Russischen Föderation oder zu Belarus den Austritt aus der Ottawa-Konvention erklärt. Die Ukraine hat die Umsetzung ausgesetzt. Litauen ist zudem bereits aus der Oslo-Konvention ausgetreten.

„Der geplante Ausstieg mehrerer europäischer Staaten aus dem Verbot von Antipersonenminen und Streumunition ist ein fataler Rückschritt und eine Gefahr für die Zivilbevölkerung in Konfliktgebieten – nicht nur während der Kampfhandlungen, sondern auch noch Jahrzehnte später“, warnt Ralf Willinger, Experte für Kinder in bewaffneten Konflikten und Friedenskultur bei der Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes. „Etwa 40 Prozent der Opfer von Minen und Streumunition sind Kinder, die oft arglos mit ihnen spielen und dann getötet oder verstümmelt werden. Die beiden Verträge zum Verbot dieser heimtückischen Waffen sind Meilensteine des Völkerrechts, die schon unzählige Menschenleben gerettet haben.“

„Seit dem Inkrafttreten der Ottawa-Konvention 1999 haben insgesamt 30 Vertragsstaaten die Räumung aller Antipersonenminen in ihrem Hoheitsgebiet abgeschlossen. Wir sehen in vielen betroffenen Ländern, wie täglich Lebensraum zurückgewonnen wird. Diese lebensrettende Konvention ist die Grundlage für solchen Fortschritt und darf nicht geschwächt werden!“ betont Eva Maria Fischer von Handicap International Deutschland.

Auch die Rolle Deutschlands sorgt für Kritik. Trotz seiner zentralen Beteiligung am Zustandekommen der beiden Konventionen hält sich die Bundesregierung mit öffentlicher Kritik an den angekündigten Ausstiegen ihrer europäischen Partner zurück. „Wer jetzt schweigt, riskiert, dass jahrzehntelange Erfolge der humanitären Abrüstung bröckeln“, mahnt Yannick Kiesel, Referent für Friedenspolitik der DFG-VK. „Deutschland muss deutlich aktiver für die Einhaltung und Universalisierung dieser Verträge eintreten – auch um doppelte Standards in der EU zu verhindern.“

Die Forderungen:

  • Alle europäischen Staaten müssen in den lebensrettenden Verträgen zum Verbot von Antipersonenminen und Streumunition verbleiben.
  • Deutschland muss seine diplomatische Stimme und seinen politischen Einfluss nutzen, um den Ausstieg von Staaten zu verhindern und weitere Unterzeichner zu gewinnen.
  • Humanitäre Abrüstungsbemühungen müssen weltweit gestärkt statt geschwächt werden.

„Sicherheit wird nicht durch Antipersonenminen oder Streumunition geschaffen, sondern durch deren Ächtung“, betont Mathias John, Rüstungsexperte von Amnesty International Deutschland. „Nur ein universelles Verbot kann verhindern, dass diese tödlichen Waffen erneut flächendeckend eingesetzt werden und Menschenrechte bedrohen.“

Gemeinsame Pressemitteilung von Amnesty International, terre des hommes, Handicap International, Pax Christi, der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, der IPPNW, den Naturfreunden Deutschlands und dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionären, Berlin 16. September 2025.

Pressekontakt:
Michael Schulze von Glaßer (politischer Geschäftsführer der DFG-VK): svg@dfg-vk.de

Kategorie: Abrüstung und Konversion, Aktuelle Kriegsgebiete, Kriege & Konflikte, Waffen & Rüstung Stichworte: Internationale Verträge, Landminen, Minen, Streumunition

10.09.2025

Keep Mines Banned! – Aktion in Berlin

ANTIPERSONENMINEN BRINGEN KEINE SICHERHEIT AN EUROPAS GRENZEN! VÖLKERRECHTSWIDRIGE WAFFEN ABLEHNEN – IMMER!

Wann: 16. September 2025, 10:30 Uhr (Aufbau – Beginn um 11:00 Uhr) bis ca. 12:00 Uhr

Wo: Vor dem Brandenburger Tor (Pariser Platz) in Berlin

Warum und Was: Am 18. September jährt sich die Verabschiedung der Ottawa-Konvention über das Verbot von Antipersonenminen. Mit Estland, Lettland, Litauen, Finnland und Polen erwägen mehrere europäische Staaten den Austritt aus der Konvention oder haben diesen bereits verkündet. Die Ukraine suspendierte die Umsetzung des Vertrags im Juli. Litauen ist zudem bereits aus der Oslo-Konvention über das Verbot von Streumunition ausgetreten. Die EU-Staaten mit Grenzen zu Russland und Belarus begründen ihre Maßnahmen mit einer Bedrohung durch die Russische Föderation, die selbst der Ottawa-Konvention nie beigetreten ist und Antipersonenminen im Krieg gegen die Ukraine einsetzt.

Antipersonenminen wurden verboten, weil sie unterschiedslos wirken und zu 80 % Zivilist*innen töten oder schwer verletzen. Landminen und Streumunition bringen keine Sicherheit, sondern sind eine Gefahr – auch Jahrzehnte nach Ende von Kampfhandlungen. Durch häufiger auftretende Extremwetterereignisse werden Minenfelder mobil und unkontrollierbar. Sicherheit schafft nur eine Universalisierung humanitärer Abrüstungsbestrebungen.

Deutschland hält sich mit Kritik am Ausstieg zurück und trägt so zur Erosion hart erkämpfter Errungenschaften bei! Wir fordern die europäischen Staaten auf, in den lebensrettenden Verträgen zu verbleiben. Die Bundesregierung hat wesentlich zum Abschluss der Ottawa- und Oslo-Konvention beigetragen und muss deutlich offensiver völkerrechtlichen Fortschritte verteidigen – auch um doppelte Standards in der EU zu verhindern!

Um auf unsere Kritik und Forderungen aufmerksam zu machen, rufen wir zu einer Fotoaktion mit Kundgebung auf. Dabei werden auf Umrisse der Staaten, die einen Austritt erwägen oder bereits vollzogen haben, sowie Russland Minenwarnschilder positioniert. Eine Person mit Metalldetektor sucht die Staaten ab. Dazu halten wir passende Schilder und Transparente. Für all das brauchen wir Helfer*innen!

Veronika Wies von Handicap International wird während der Aktionen einen inhaltlichen Beitrag halten.

Mach mit, komm zur Kundgebung und hilf mit!

Die Aktion wird organisiert und durchgeführt von Amnesty International, terre des hommes, Handicap International, Pax Christi, der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, der IPPNW, den Naturfreunden Deutschlands und dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionären.

Pressekontakt:
Michael Schulze von Glaßer (politischer Geschäftsführer der DFG-VK): svg@dfg-vk.de

Kategorie: Abrüstung und Konversion, Aktuelle Kriegsgebiete, Kriege & Konflikte, Waffen & Rüstung Stichworte: Internationale Verträge, Landminen, Minen

18.02.2020

Trump muss Aufhebung des Landminenverb ots rückgängig machen

NGOs verurteilen Trumps Entscheidung als massiven Rückschritt auf dem Weg zu einer minenfreien Welt. Protestaktion fordert Rücknahme der Entscheidung und Beitritt der USA zur Ottawa-Konvention. Investoren sollen konsequenterweise US-Staatsanleihen aus ethischen Gründen meiden.

Am 31. Januar 2020 verkündete die US-Regierung eine neue Landminenpolitik, die es US-Truppen wieder erlaubt, jederzeit und überall auf der Welt Antipersonenminen einzusetzen. Ebenso dürfen US-Unternehmen die Produktion von Antipersonenminen wieder aufzunehmen. Diese Entscheidung steht in diametralem Widerspruch zum Beschluss der Obama-Administration den Einsatz von Landminen durch US-Truppen zu verbieten und ignoriert auch das völkerrechtliche Verbot von Antipersonenminen durch die „Ottawa-Konvention“.

[Weiterlesen…] Infos zum Plugin Trump muss Aufhebung des Landminenverb ots rückgängig machen

Kategorie: Abrüstung und Konversion, Pressemitteilung, Waffen & Rüstung Stichworte: Abrüstung, Landminen, Minen, Pressemitteilung

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