Die DFG-VK unterstützt das Memorandum für einen starken Flüchtlingsschutz „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“. Gemeinsam mit über 275 Organisationen und Gruppen stellen wir uns gegen die Entrechtung von schutzsuchenden Menschen. 75 Jahre nach der Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention erinnern die unterzeichnenden Organisationen daran, dass Menschen, die vor Verfolgung, Krieg und Gewalt fliehen, Anspruch auf Schutz haben. Dieser völkerrechtliche Anspruch steht derzeit unter enormen Druck. Deshalb wenden sich die Unterzeichnenden gegen aktuelle Entwicklungen, die Schutzsuchende zunehmend entrechten und gesellschaftliche Spaltungen vertiefen.

Im Memorandum entwerfen die Organisationen die Vision eines starken und solidarischen Flüchtlingsschutzes im 21. Jahrhundert. Sie betonen, dass Schutz, gesellschaftlicher Zusammenhalt und demokratische Teilhabe zusammengehören und allen Menschen zugutekommen.
Dazu wurden in fünf zentralen Handlungsfeldern konkrete Impulse für Politik und Gesellschaft formuliert:
- globalen Flüchtlingsschutz stärken und internationale Verantwortung fair teilen,
- sichere Fluchtwege schaffen und Menschenrechte an den Grenzen gewährleisten,
- faire Asyl- und Gerichtsverfahren sicherstellen,
- soziale Teilhabe und gute Startbedingungen für Schutzsuchende ermöglichen,
- Mitbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.
Das Memorandum und die aktuelle Liste der Unterzeichnenden sind hier zu finden: https://fluechtlingsschutz.de/



Die wiederauflebenden Debatten und Bestrebungen in mehreren Ländern, die Wehrpflicht wieder einzuführen, unterstreichen einmal mehr, wie dringend es ist, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung zu schützen und zu fördern. In diesem Zusammenhang kommt dem Engagement von EBCO im Rahmen des Europäischen Jugendforums besondere Bedeutung zu. Durch seine aktive Rolle trägt EBCO dazu bei, das Bewusstsein bei Jugendorganisationen zu schärfen und die Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung in einen breiteren jugendpolitischen Rahmen einzubetten. Die Förderung dieses Rechts bei jüngeren Generationen ist nicht nur eine Frage des rechtlichen Schutzes, sondern auch eine strategische Investition in eine Kultur des Friedens, der Gewaltfreiheit und der demokratischen Teilhabe.

